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Neues aus dem Elternalltag

Ökologische Weihnacht mit Unschärfen im Detail

Ein Weihnachtsbaum gehört für uns einfach zum Fest. Allerdings wäre die Mission, eine Tanne für die Stube zu kaufen, fast gescheitert. Zumindest, wenn wir auf unseren Großen gehört hätten. Nun steht unser ökologisch korrekter Baum, allerdings gibt es kleine, umweltpolitische Unschärfen.

Herausforderung für die ganze Familie: der Christbaumkauf. Foto: N/A
Kinder können bisweilen ganz schön schlechte Laune haben – es ist ihr gutes Recht. Und wäre es an einem Samstagmorgen im Advent nach unserem Fünfjährigen gegangen, hätten wir vermutlich keinen Weihnachtsbaum.

Als seine Mutter ihm freudestrahlend nach dem Aufstehen kundtat, „wir holen heute unseren Baum“, schlug die Gemütswetterlage des Großen schlagartig von sonnig auf Sturm, Gewitter und Hagel um. Zornig meinte er: „Ich will keinen Baum!“

Geschenke unter dem Sofa

Die Frage seiner Mutter, wo denn das Christkind die Geschenke hinlegen solle, beantwortete er mit einem trotzigen „Unter das Sofa!“ Ich erinnerte mich schlagartig an meine Kinder- und Jugendzeit, in der ich alles, was mit Weihnachten zu tun hatte, rundweg ablehnte. Geschenke akzeptierte ich gerade so. Ich kann inzwischen annährend nachvollziehen, was meine Eltern mit mir phasenweise durchlebten.

Ein wunderbarer Weihnachtsbaum

Das emotionale Tiefdruckgebiet des Erstgeborenen verzog sich beim Frühstück, und wir erwarben später unseren ökologisch korrekten Baum bei einem regionalen Erzeuger. Es war in diesem Jahr Liebe auf den ersten Blick, als meine Frau und ich die wunderbar gewachsene Nordmann-Tanne sahen.

Wir kamen, sahen und kauften, besuchten im Anschluss ebenso umweltgerecht den benachbarten Hofladen. Unser nicht mehr taufrischer, dieselgetriebener Allrad-Kombi bekam einen artgerechten Einsatz, was jetzt nicht so ganz den höchsten Umweltstandards entsprach.

Fahrrad? Keine wirkliche Alternative!

Es war mir einfach nicht danach, zwei Kinder und 1,80 Meter Nordmanntanne im Hänger am Fahrrad bei Regen und Kälte rund 15 Kilometer, einfache Strecke, durch die Lande zu ziehen.

Zuhause war der Baum schnell aufgestellt – perfekt, eine Augenweide. Wunderbar gewachsen. Die Kinder halfen fleißig beim Schmücken, der Hund beäugte die Szenerie aus seinem Korb. Ich bin denkbar froh, dass wir keinen Rüden haben. Der Dreijährige bestückte, assistiert von seinem Papa, mit Fleiß die LED-Kerzen mit Batterien. Ich muss sagen, wir hatten Spaß. High Five bei jedem leuchtenden Lichtlein.

Fast wie in der Politik

Es ist nicht so stillos, wie es scheint. Die Dinger können sogar flackern; wie die echten Kerzen. Gut, fast wie die echten. Man kann sie mit einer Fernsteuerung an- und ausschalten. Sicherheitstechnisch sind bei den aktuellen Umgebungsbedingungen aber die erste Wahl. Es ist fast wie in der Politik. Man kann es einfach nicht komplett richtig machen. Aber außer uns weiß es ja keiner.

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