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Training mit Rettungshunden

Rettungshunde-Seminar mit der Weltmeisterin in Ottersweier

Mit den Lockerungen der Corona-Regeln können auch die Rettungshundler in Ottersweier wieder in ihr normales Programm einsteigen. Für das aktuelle Rettungshundeseminar kam gleich eine internationale Größe zu Besuch: Weltmeisterin Andrea Otto.

Trittsicher unterwegs: Rettungshunde werden mit allen möglichen Untergründen konfrontiert und müssen mit diesen zurechtkommen. Auch das war Teil des Seminars mit Andrea Otto. Foto: Silke Schwartzer

Es war nur ein Wort, das die Freude der Rettungshundler zum Ausdruck brachte: „Endlich“. Endlich wieder Lehrgänge, endlich wieder Training in Gruppen. Und für das aktuelle Rettungshundeseminar hatte sich der Schäferhundeverein (SV) Ottersweier gleich auch eine international anerkannte Größe eingeladen: Andrea Otto. Sie ist nicht nur amtierende (und mehrfache) Weltmeisterin im Rettungs-Hundesport, sie gilt zudem als gefragte Dozentin. Dazu darf sie als versierte Praktikerin bezeichnet werden, denn sie ist aktive Hundeführerin in einer Rettungshundestaffel.

Rettungshunde-Training nach sieben Monaten Pause

„Unserer Rettungshunde-Teams konnten mehr als sieben Monate nicht trainieren“, blickt Karl Zoike zurück. Und umso mehr freut sich der Chef des SV Ottersweier über die Tatsache, dass nun endlich wieder „Action“ auf dem Hundeplatz herrscht.

Das Seminar mit dem Schwerpunkt der Flächensuche, dem Komplex Unterordnung (Grundkommandos wie Sitz oder Platz, bei Fuß gehen) und dem Aspekt Gewandtheit (Trittsicherheit auf diversen Untergründen) „war der beste Einstieg in die Wiederaufnahme der Ausbildung unserer Rettungshunde“.

Rettungshundesportlerin Silke Schwartzer vom SV Ottersweier meint im Gespräch mit der Redaktion: „Das war schon toll“. Andrea Otto, die mit den Ottersweierern gut bekannt ist, reiste extra aus ihrer Heimat in der Nähe von Kiel für den Lehrgang in den Süden der Republik. Was die Teilnehmer besonders würdigten: Trotz ihrer Expertise und ihrer Titel sei Andrea Otto auf dem Boden geblieben, nehme sich Zeit für Menschen wie Hunde, ob nun Anfänger oder Geübte.

„Wir hätten noch drei Tage weiter machen können“, so Silke Schwartzer über die Stimmung nach dem Wochenend-Seminar. Denn während des Lockdowns waren die gerade auch die Hundesportler mehr oder minder zur Untätigkeit verdammt.

Verschiedene Hunderassen in Ottersweier

Die Teilnehmerliste dokumentiert, das vielseitig ausgelegte Seminar kam an. 15 Teams des Vereins für Deutsche Schäferhunde, des THW Bühl und des DRK Offenburg nahmen mit Vierbeinern diverser Rassen teil. „Vom Anfänger- bis zum geprüften Rettungshund war alles dabei“, so Silke Schwartzer in der Nachbetrachtung. Am ersten Seminartag stand die Flächensuche im Wald im Mittelpunkt. Dabei waren Vier- wie Zweibeiner durchaus gefordert, es ging zum das sogenannte Anzeigeverhalten (der Hund signalisiert seinem Hundführer, dass er das Gesuchte gefunden hat) über Leiten und Lenken bis hin zur Arbeit im Gelände. Weltmeisterin und Trainerin Andrea Otto ging individuell auf jedes Team ein.

Unterordnung und Gewandheit standen dann am folgenden Tag auf dem Vereinsgelände an. Unterordnung zeigte Andrea Otto mit ihrer Weltmeister-Malinois-Hündin Bugatti. Von so einer korrekten wie harmonischen Vorführung konnten manche Hundeführer nur träumen. Anschließend wurde an den einzelnen Baustellen gearbeitet, jeder Hundeführer bekam für seinen Vierbeiner praktische Lösungen und Hilfestellungen aufgezeigt. „Andrea Otto versteht es, durch ihre Art und Weise Hund und Hundeführer dort abzuholen wo sie in der Ausbildung aktuell stehen.

Durch zielgerichtete Übungen zeigt sie dem jeweiligen Team auf, wie man mit unterschiedlichen Varianten in der Übungsausführung die bestmögliche Leistungsfähigkeit abfragen kann“, beschreibt Silke Schwartzer den Lehrgang. Dass ein Jagdpächter den zwei- und vierbeinigen Seminarteilnehmern ermöglichte, in seinem Waldgelände zu trainieren, kam als besondere Note dazu.

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