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Gebiet Neumatten

Werte beunruhigen Ortschaftsrat von Eisental: Furcht vor höherer PFC-Belastung bei Hochwasser

Mitglieder im Ortschaftsrat Eisental sind beunruhigt angesichts der PFC-Belastung im Gebiet Neumatten. Die Räte sorgen sich wegen der Belastung des Grundwassers, sollte ein Hochwasser das Rückhaltebecken fluten.

Das Eisentaler Gebiet Neumatten befindet sich in der Nähe des Renatestollens. Die Belastung mit PFC dort sei ähnlich hoch wie in den Bußmatten, die nun versiegelt werden sollen. Foto: Wilfried Lienhard

Die PFC-Belastung von Flächen auf Eisentaler Gemarkung hat den Ortschaftsrat in dessen öffentlicher Sitzung am Dienstag beschäftigt.

Stefan Meier (CDU) verwies auf die Verseuchung des Bereichs Neumatten, das Einmündungsgebiet in den Renatestollen; die Fläche sei von der Belastung her bestehenden Karten zufolge vergleichbar mit der in den Bußmatten, die von der Stadt Bühl versiegelt werde.

Meier warnte vor einer erheblichen Belastung des Grundwassers, sollte ein Hochwasser das Rückhaltebecken fluten. Dann sei das gesamte Areal betroffen. „Hiermit stelle ich den Antrag, dass wir von der Stadt Informationen bekommen, wie sich die Situation in den Neumatten mit Blick auf die PFC-Belastung darstellt“, sagte er.

PFC-Belastung im Gebiet Neumatten beschäftigt Mitglieder im Ortschaftsrat

Dirk Bühler (FW) schloss sich Meiers Befürchtungen an. Das ganze Thema sei „ein Wahnsinn“, befand er: „Die größte Umweltzerstörung, die wir hier je hatten.“ Hier müsse seitens der Stadt sehr viel Geld in die Hand genommen und Druck aufgebaut werden, immerhin gehe es um die Gesundheit.

Da darf man nicht über Kosten reden.
Dirk Bühler, Ortschaftsrat (FW)

Exemplarisch nannte er den Bühler Ortsteil Weitenung, wo es schon verboten sei, Grundwasser im Garten zu verwenden. „Die PFC-Belastung ist dort in den Blutwerten der Bürger nachweisbar, das Krebsrisiko steigt. Da darf man nicht über Kosten reden.“ Gar nichts zu tun, sagte er, sei keine Lösung.

Christian Hahn (CDU) erachtete die Debatte im Gremium als zu emotional und sagte, mit Hochwasser sei nur alle 20 oder 50 Jahre zu rechnen. „Wir haben nach aktuellem Stand rund 1.200 Hektar betroffene Fläche im Landkreis. Die sauber zu kriegen, werden wir nicht schaffen.“

Dass die Stadt den Bereich in den Bußmatten versiegle, sei darauf zurückzuführen, dass das Gebiet bereits als Industriefläche im Bebauungsplan ausgewiesen gewesen sei, als die Verseuchung bekannt wurde. Auch Axel Schroeter (SPD) und Thomas Roth (CDU) äußerten wenig Hoffnung, dass man das Thema in den Griff bekomme. Roth: „PFC ist fast überall. Letztlich werden wir das Wasser, das wir trinken wollen, reinigen müssen.“

PFC-Experte der Stadt Bühl soll zeitnah in Sitzung des Ortschaftsrats kommen

Bühler erinnerte an die Zusage des PFC-Experten der Stadt Bühl, Markus Benkeser, den Ortschaftsrat regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. „Er war zweimal hier, das letzte Mal gefühlt vor anderthalb Jahren, und sprach von Folgeterminen. Ich bin für eine baldige Info-Veranstaltung, bei der es auch darum geht, ob die Stadt die Neumatten berücksichtigt.“

Ortsvorsteherin Karin Feist (FW) zeigte sich überzeugt, dass man die Fläche dort auf dem Schirm habe. Sie erlebe einen sehr guten Kontakt zur Stadt Bühl, Informationen würden bei Bedarf sofort geliefert. Sie werde Markus Benkeser indes bitten, möglichst zeitnah zu einer Ortschaftsratssitzung zu kommen.

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