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Zweck bestimmt den Reifen

Reifenwechsel steht an: Bei den Händlern in Bühl ist das Wintergeschäft im Gang

Die Reifenhändler sind schon gut beschäftigt: Das Wintergeschäft ist in vollem Gang, dabei geht der Trend zum Ganzjahresreifen. Vielfahrer und Skifans setzen jedoch nach wie vor auf den klassischen Winterreifen.

Beim Wechsel der Reifen, wie hier bei Vergölst in Vimbuch, werden die Pneus einer Kontrolle unterzogen. Dabei fallen Schäden auf und Hinweise durch unregelmäßigen Abrieb. Foto: Bernhard Margull

Noch lässt der Wintereinbruch auf sich warten. Aber die bunten Blätter wirbeln durch die Straßen, und bei den hiesigen Reifenhändlern klingeln bereits die Telefone: „Bei uns geht’s schon rund, wir sind schon mittendrin im aktuellen Wintergeschäft“, versichert Jürgen Zachmann vom gleichnamigen Betrieb in Ottersweier.

Vor allem die Kunden mit neu gekauften Autos und größerer Laufleistung rücken an, um sich für den Winter neue Pneus mit gutem Profil zu besorgen.

„Das Geschäft wird mit den neuen Reifendrucksystemen immer komplexer. Und es gibt nach wie vor den Trend zum Ganzjahresreifen“, stellt Daniel Kopf, Filialleiter bei Vergölst in Vimbuch, fest.

Reifenwechsel steht an: Wann machen Ganzjahresreifen Sinn?

Keiner weiß, was kommt. Im vergangenen Winter waren einige überrascht, als es auf der Höhe schneite. „Die zentrale Frage ist doch, was man unternehmen will. Also was mein Auto leisten soll“, bringt es Zachmann auf den Punkt.

Die brauchen einen klassischen Winterreifen bei der Fahrleistung.
Jürgen Zachmann, Reifenhändler

Es gebe Außendienstmitarbeiter, die pro Woche Hunderte Kilometer auf der Autobahn abspulen und in aller Frühe auf die Strecke gehen. „Die brauchen einen klassischen Winterreifen bei der Fahrleistung“, stellt Zachmann fest.

Auf der anderen Seite überlegen sich viele Privatleute, ob sie sich wirklich einen gesonderten Satz Winterreifen leisten wollen. „Das ist ein Kostenfaktor, denn die werden in der Regel über den Sommer gegen Gebühr auch eingelagert und es ist ein weiterer Satz Felgen fällig. Wenn ich am Wochenende zum Langlauf auf Höhe und in die Alpen zum Skifahren gehen möchte, dann komme ich um einen guten Winterreifen allein schon wegen des optimalen Grips nicht herum“, stellt Zachmann fest.

Was bei den Autoreifen wichtig ist

Der normale Autofahrer, der hier in der Ebene überwiegend unterwegs ist, könne getrost auf einen Ganzjahresreifen setzen oder auch Winterreifen das ganze Jahr über fahren.

Bei den Allwetter-Reifen ist auf das Piktogramm mit dem Bergprofil und Schneeflocken zu achten. Dies ist auch bei Kontrollen wichtig. Denn nach der Verordnung müssen die Autofahrer stets einen an die aktuellen Witterungsverhältnisse angepassten Reifen fahren. Deshalb ist man auch mit Winterreifen auf der sicheren Seite.

Der Ganzjahresreifen als Kompromiss liegt im Trend

„Ja, auch wir haben hier schon ein deutliches Wintergeschäft. Generell geht der Trend weiter zum Ganzjahresreifen. Der Allwetter-Reifen ist immer nur ein Kompromiss und nicht in allen Zeiten optimal. Im Grunde kommt es darauf an, was der Kunde mit seinem Auto anfangen möchte. Das muss jeder selbst entscheiden“, findet Daniel Kopf, Filialleiter von Vergölst in Vimbuch.

Wenn man in Bühlertal oder in Neusatz wohne, wachse die Tendenz in Richtung Winterreifen damit, in welcher Höhe man wohnt.

Reifenwechsel wird immer komplexer – Kunden sind überfordert

Seit es die verschiedenen Reifendrucksysteme gibt, ist das Thema Reifenwechsel sowieso sehr viel komplexer geworden. „Viele Kunden sind mit ihren neuen Autos und was diese alles können, überfordert. Das gilt auch für die Reifendrucksysteme“, weiß Zachmann.

Je nach Fahrzeughersteller funktioniert die Messung des Reifendrucks entweder über das ABS-System oder über spezielle Sensoren in den Ventilen. So einfach mal Winterräder vor der Garage zu Hause zu montieren geht dabei oft überhaupt nicht mehr.

Die Reifen sind ein ganz wichtiger Sicherheitsfaktor, der oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Jürgen Zachmann, Reifenhändler

Generell sei ein Reifenwechsel in eine andere Jahreszeit zu begrüßen. „Die Reifen sind ein ganz wichtiger Sicherheitsfaktor, der oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Werden Reifen gewechselt, werden sie automatisch unter die Lupe genommen. Dabei fallen Schäden oder einseitige Abnutzungsspuren, die auf eine falsch eingestellt Fahrspur schließen lassen, auf. Und der Monteur wirft in der Regel auch einen Blick auf die Radaufhängung und dort speziell die Bremsen“, erklärt Zachmann.

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