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Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Schaeffler-Mitarbeiter in Bühl fürchten um ihre Jobs

500 neue Jobs in Bühl statt in Ungarn - eigentlich klingt die Ankündigung des Autozulieferers positiv. Dennoch müssen die Schaeffler-Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze zittern. Auch, weil die neuen Stellen in der Elektromobilität womöglich zum Teil längst in Bühl angesiedelt sind.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Als Schaeffler noch LuK hieß, brummte das Geschäft und die Zahl der Arbeitsplätze wuchs beständig. Das Foto zeigt das Werk Bußmatten in Bühl mit dem alten Schriftzug. Foto: Ulrich Coenen

Die Pressemitteilung der Unternehmenszentrale in Herzogenaurach beunruhigt die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Schaeffler in Bühl. Daran ändert sich auch nichts durch die Ankündigung, dass 500 Arbeitsplätze, die eigentlich in Ungarn geplant waren, nach Bühl kommen sollen .

Schaeffler hat am Mittwoch berichtet, dass die Sparte Automotive OEM in Bühl als Kompetenzzentrum für E-Mobilität und die Serienfertigung von Elektromotoren ausgebaut werden soll. Gleichzeitig wurde aber der Abbau von konzernweit 4.400 Arbeitsplätzen angekündigt, von dem zwölf deutsche Standorte betroffen sind. Die Pressemitteilung nennt im Hinblick auf die angestrebte Reduzierung von „Verwaltungsbereichen der Zentralfunktionen und der Sparten“ auch Bühl.

Schaeffler will keine konkreten Zahlen nennen

Was das für den mit 5.000 Jobs größten Arbeitgeber der mittelbadischen Stadt bedeutet, ist völlig unklar. Weder am Mittwoch noch am Donnerstag wollte die Schaeffler-Pressestelle auf konkrete Nachfrage dieser Redaktion Zahlen für Bühl nennen. Petra Wolf, Leiterin der Unternehmenskommunikation in Bühl, räumte aber am Donnerstag ein, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen sind. Sie kündigte sozialverträgliche Lösungen mit Altersteilzeit, einvernehmliche Beendigungen des Arbeitsverhältnisses oder Weiterbeschäftigung an anderen Schaeffler-Standorten an.

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