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Alles dreht sich ums Klima

Tipps für ein sinnvolles Energiekonzept auf dem Sinzheimer Wochenmarkt

Sinzheim macht mobil in Sachen Klima: Auf dem Wochenmarkt gibt es ausführliche Beratung zur Energieeinsparung und am Ende der Sinzheimer Klimatage freut sich Bürgermeister Erik Ernst auf einen Bürgerdialog in der Fremersberghalle.

Klar Ansage: Was jeder in seinem Alltag tun kann, zeigen die grünen Food-Prints, die auf dem Pflaster des Sinzheimer Wochenmarktes ausliegen. Foto: Andreas Bühler

Wer auf den Wochenmarkt geht, kommt in der Stabgemeinde am Thema Klima nicht mehr vorbei: Auf dem Pflaster liegen große grüne Fußabdrücke und direkt nebenan wird das Rathaus mit einem Gerüst versehen, denn in den nächsten Wochen wird auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert.

„Was kann ich als Bewohner von Sinzheim zum Klima beitragen“, lautet die zentrale Frage, die Lukas Herbrich von der Gemeindeverwaltung und Kevin Schad am Stand der Energieagentur Mittelbaden stellen. Sehr viel, wie sich unschwer nach einem ausführlichen Gespräch über Energie im Neubau und Altbau und den Einsatz von erneuerbarer Energie ergibt. In Sinzheim dreht sich in dieser Woche alles um die Energietage.

„Es stimmt. Jeder kann was tun. Und sozusagen als Gipfel gibt es am kommenden Donnerstag einen Bürger-Workshop in der Fremersberghalle“, freut sich Bürgermeiter Erik Ernst (CDU) auf den Bürgerdialog am Ende der Sinzheimer Klimatage.

Beratung auf dem Wochenmarkt

Was kommt demnächst beim Thema Photovoltaik auf die Hausbesitzer zu? „Generell muss man sagen, das alles im Moment noch im Fluss ist. Es ist zwar noch nicht beschlossen, aber bei Neubauten zeichnet sich spätestens ab 2023 und für öffentliche Gebäude schon ab kommenden Januar eine Photovoltaik-Pflicht ab“, steckt Kevin Schad von der Energieagentur Mittelbaden den Rahmen ab.

Im Grunde sei entweder der jeweilige Bauträger oder der Architekt der ersten Ansprechpartner, wenn es um ein sinnvolles Energiekonzept für ein neues Gebäude gehe.

„Beim Altbau ist generell viel vom vorhandenen Budget des Eigentümers abhängig. Aber gerade im Gebäudebestand gibt es wirklich noch viel zu tun. Wir geben konkrete Hilfestellung über eine spezielle Beratung.

Großes Spektrum der energetischen Möglichkeiten

Das fängt vom Tausch der alten Fenster an und geht über die vorgeschriebene Dämmung der obersten Geschossdecke bis hin zur Dachsanierung, wobei dann auch gleich über die Möglichkeit der Installation einer Solaranlage nachgedacht werden sollte“, zählt Kevin Schad das Spektrum der energetischen Möglichkeiten auf.

Vor solchen Entscheidungen brauche man aber keine Angst haben, denn sie könnten auch schrittweise vorgenommen werden und jede Maßnahme bringe auf längere Sicht teils erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten. Er sieht neben der Wärmepumpe ein erhebliches Potenzial in der Photovoltaik.

„Eine Fußbodenheizung ist wegen der niedrigen Vorlauftemperatur schon eine tolle Sache, aber im Bereich Altbau schlecht oder nur über hohe Kosten realisierbar. Eine Photovoltaik-Anlage kann auch durch die Unterstützung der Brauchwasser-Temperatur ein wichtiger Baustein im Gesamtbedarf sein“, stellt er fest.

Ein Fachmann sollte das individuell für das vorhandene Gebäude feststellen. Eine große Rolle könnte auch die Möglichkeit eines Nah- oder Fernwärmeanschlusses sein. Die Photovoltaik hält jetzt schon in Sinzheim auf öffentlichen Gebäuden Einzug, wie am Beispiel Rathaus schon zu sehen ist.

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