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Viele Auflagen

Stadt Bühl sieht sich auf Schulstart gut vorbereitet

Es ist eine Situation, wie sie noch nie da war: Wenn am 14. September wieder die Schule beginnt, wird das für alle Verantwortlichen zu einer riesigen Herausforderung. Der Teufel steckt dabei oft im Detail.

Mit Maske: In Nordrhein-Westfalen ging es gerade mit der Pflicht für Mund-und-Nasebedeckung in den Regel-Schulbetrieb, ab dem 14. September starten auch die Baden-Württemberger mit dieser Auflage. Foto: Guido Kirchner picture alliance/dpa

Trennung nach Klassenstufen, Pausenzonen, Maskenpflicht auf den Gängen, Abstandsregelung und jede Menge Desinfektionsmittel: Der Schulstart hat es auch in Bühl in sich. „So eine Situation hatten wir noch nie. Die Schulleiter stehen am 14. September vor einer riesigen Herausforderung“, sagt Klaus Dürk. Der Leiter des Fachbereichs Bildung - Kultur - Generationen der Stadtverwaltung begründet das vor allem damit, das nun alle Schüler zurück seien und die Schulen wieder im Vollbetrieb laufen werden.

Für Dürk und sein Team, vor allem für Lisa Kohler als Chefin der Abteilung Bildung und Jugend, waren die vergangenen Wochen extrem arbeitsreich. „Die Abteilung Bildung und Jugend war in besonderem Maß gefordert“, sagt Dürk. In kurzen Abständen kamen neue ministerielle Vorgaben aus Stuttgart, die dann schnellstmöglich umgesetzt werden mussten. „Seit Beginn der Sommerferien stehen wir im engen und intensiven Austausch mit allen 30 Bühler Bildungseinrichtungen“, so Dürk, „wir wollen einen optimalen Start.“

Schulleiter stehen vor riesiger Herausforderung
Klaus Dürk Fachbereichsleiter der Stadt Bühl

Dass der schwierig wird, wissen Dürk und Kohler nur allzu gut. Oft steckt der Teufel im Detail. Das zeigt das Thema Maskenpflicht. „Ab der Sekundarstufe, also ab Klasse fünf, müssen die Schüler auf den Fluren Mund- und Nasenbedeckung tragen“, erläutert Dürk. Die Grundschüler seien von dieser Auflage ausgenommen. Auch die Abstandsregeln sind differenziert zu betrachten. Für die Schüler gelten sie nicht, für die Lehrkräfte und die Beschäftigten der Schulen sowie die Eltern schon.

In vielen Punkten hat die Stadtverwaltung vorgebaut. Beispiel Desinfektionsmittel: Die liefert das Land. Bühl will allerdings von dieser Logistik unabhängig sein und wurde selbst initiativ. „Wir haben für alle Bildungseinrichtungen die notwendige Ausstattung“, so Dürk, diese geht bis hin zu Plexiglasscheiben als Spuckschutz. Dazu kommt ein neuer Aufwand beim Putzen.

„Wir haben die Reinigung deutlich intensiviert“, so Dürk. Die Stadtverwaltung sei sehr froh, dass sie dabei auf eigenes Personal zurückgreifen kann. „Damit sind wir sehr gut gefahren.“ Doch es sind erneut die Details, die der Beachtung bedürfen: In den Fachräumen, die immer wieder von anderen Klassen genutzt werden, müssen darüber hinaus vor jeder Neubelegung die Tische und anderes mehr desinfiziert werden.

Wir wissen, dass es ein Start mit Einschränkungen sein wird
Klaus Dürk Fachbereichsleiter der Stadt Bühl

„Wir wissen, dass es ein Start mit Einschränkungen sein wird“, sagt Dürk. Und um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, haben Stadt und Schulen vorgeplant. Aus einem der Soforthilfefonds des Landes sicherten sich die Bühler rund 100.000 Euro. Dafür wurden Laptops und Tablets beschafft, erklärt Lisa Kohler, die auch als Rückfallebene dienen können, sollte wieder digitaler Unterricht notwendig werden.

Der 14. September und die folgenden Tagen werden damit für den Fachbereich Bildung-Kultur-Generationen zum Tag der Wahrheit, denn dann laufen nicht nur die Schulen auf vollen Touren. Auch in den Kindertagesstätten ist wieder Regelbetrieb, ebenso in den Sporthallen. Das Bühler Jugend- und Kommunikationszentrum (Komm) kehrt in den Normalmodus zurück, dazu das Kinder- und Familienzentrum (Kifaz). Das Stadtmuseum öffnet sonntags wieder, das Bürgerhaus Neuer Markt startet durch, allerdings mit reduzierter Sitzplatzzahl.

Eines freut Dürk ganz besonders: und zwar dass die städtische Musikschule mit ihrem Unterricht wieder an die Schulen zurück gekehrt ist. Allerdings bereitet die Musik auch Kopfzerbrechen, und zwar die von den Vereinen gepflegte. „Das wird noch eine Herausforderung“, sagt Dürk, denn es stelle sich die Frage, wo die Orchesterproben laut Corona-Verordnung während Herbst und Winter stattfinden können, wenn draußen nichts mehr geht.

Vor Corona gab es vor dem Schulstart im Spätsommer die klassischen Themen: Sanierungen von Schulen und natürlich das Zwetschgenfest, so Dürk. In diesem Jahr sei alles anders, aber die Herausforderungen seien bestens gemeistert worden. Und dennoch: Manche Entscheidungen fallen nicht leicht.

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