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Stadt investiert in Computertechnik

Weststadtgrundschule in Bühl wird digital: Kinder haben Spaß mit den neuen iPads

Die Stadt Bühl investiert kräftig in Computertechnik für ihre zehn Schulen. Die Weststadtgrundschule hat Ipads erhalten. Lange Lieferzeiten und ausgebuchte Handwerker verzögern in Coronazeiten den Wandel.

Der Unterricht wird digital: Konrektor Sandro Metzinger (Mitte), Lisa Kohler, Abteilungsleiterin Bildung und Jugend bei der Stadt, und Andreas Rapp vom Kreismedienzentrum Bühl präsentieren die neuen Ipads. Foto: Ulrich Coenen

Sandro Metzinger ist ebenso begeistert wie seine Schüler. Der Konrektor der Weststadtgrundschule freut sich über die 28 neuen iPads für seine Schule. „Schon die Erstklässler konnten sich bereits am zweiten Tag selbstständig einloggen“, sagt er. „Die kennen natürlich Smartphones aus ihrem privaten Umfeld und sind schnell drin.“

Metzinger öffnet die Tür zum Serverraum im Obergeschoss der Schule und zeigt stolz auf den großen Schrank mit der Glastür, hinter der sich die Technik verbirgt und in dem Lämpchen leuchten. Er ist mit dem W-Lan verbunden, das alle Klassenräume und auch die Mensa erreicht. „Dort können wir bei Elternabenden Präsentationen zeigen“, berichtet Metzinger.

iPads bereits in Unterricht integriert

Anschließend geht es in ein Klassenzimmer. An der Decke hängt ein Beamer, der über den Server mit dem iPad des Lehrers und den Geräten der Schüler verbunden ist. „Übrigens sind die Rechner der Schulverwaltung aus Datenschutzgründen streng von unseren pädagogischen Computern getrennt“, sagt der Konrektor.

Die iPads wurden von den 130 Schülern und 17 Lehrern längst voll in den Unterricht integriert. „Sie geben uns viele neue Möglichkeiten“, berichtet Metzinger. „Ich kann beispielsweise eine besonders gelungene Hausarbeit eines Schülers einfach an die Wand projizieren.“

Zuschüsse für Projekt

Die Stadt Bühl als Trägerin hat in Corona-Zeiten kräftig in den digitalen Ausbau der Weststadtgrundschule investiert. Lisa Kohler, Leiterin der Abteilung Bildung und Jugend im Rathaus, berichtet von 50.000 Euro.

Für dieses Projekt hat die Stadt Zuschüsse aus drei Töpfen erhalten: Sofortaustattungsprogramm 10.000 Euro, Schnellhilfe Corona 4.900 Euro und Leihgeräte Lehrer 6.200 Euro. Geld für Leihgeräte gab es allerdings nur für Lehrer mit vollem Deputat. „Wir wollen aber, dass jeder Pädagoge ein iPad nutzen kann“, sagt Kohler. „Dafür hat der Zuschuss-Topf nicht gereicht.“ Also hat die Stadt das Geld draufgelegt.

Sie geben uns viele neue Möglichkeiten.
Sandro Metzinger, Konrektor der Weststadtgrundschule

Das Kollegium der Schule hat sich bewusst gegen Notebooks und für Tablet-Computer entschieden. „Das ist für die Grundschule die beste Lösung“, meint der Konrektor. „In weiterführenden Schulen sieht das anders aus.“ Auch die Entscheidung für den Hersteller Apple sei im Grundschulbereich ganz bewusst gefallen. Die Geräte seien für die Schüler intuitiv zu bedienen, und es gebe gute Lernsoftware. Für weiterführende Schulen seien aber oft Windows-Rechner mit ihren professionellen Programmen die bessere Lösung.

Techniker unterstützt Schulen bei Fragen

Andreas Rapp vom Kreismedienzentrum Bühl bestätigt diesen Eindruck. „Wir sind das Bindeglied zwischen Schulträger und Kultusministerium“, berichtet der gelernte Realschullehrer. Das Medienzentrum hat kürzlich einen speziellen Techniker eingestellt, der auf iPads spezialisiert ist und die Schulen bei allen Fragen unterstützen kann.

Die Stadt Bühl treibt aktuell in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum die digitale Ausstattung aller zehn Schulen in ihrer Trägerschaft voran. Das hat sich bereits während des Lockdowns bewährt, als die iPads in der Weststadtgrundschule für Fernunterricht eingesetzt werden konnten. „Nach den Sommerferien sollen alle unsere Schulen verkabelt und sämtliche Aufträge zur digitalen Ausstattung vergeben sein“, erklärt Lisa Kohler.

Obwohl die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, dauert es etwas länger als gewünscht. „iPads haben wegen der großen Nachfrage aus dem schulischen Bereich Lieferzeiten von bis zu einem halben Jahr“, berichtet Rapp. „Die Dienstleistungsunternehmen, die diese Dinge in den Klassenräumen montieren, haben aus denselben Gründen ebenfalls sehr viel zu tun.“

Seit 2020 hat die Stadt 470.300 Euro aus den Fördertöpfen Sofortausstattungsprogramm, Leihgeräte für Lehrkräfte und Schulbudget Corona umgesetzt. Zusätzlich hat die Kommune im diesjährigen Haushalt für die Digitalisierung an ihren Schulen 250.000 Euro eingestellt.

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