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Verschiedene Szenarien

Die südbadischen Handballer planen den Saisonstart

Wie und wann geht es im südbadischen Handball weiter? Die Antwort auf diese Frage beschäftigt die Vereine, die mittlerweile erste Anhaltspunkte für den Start in die Saison 2020/21 haben.

Die südbadischen Handballer, wie hier Stefan Schmitt (Mitte) von der SG Steinbach/Kappelwindeck, der von den Sinzheimern Valliere Kirschner (links) und Eike Rumpf bedrängt wird, hoffen, bald den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Foto: Steuerer

Die südbadischen Handballer sind mittlerweile auf breiter Front wieder ins Training eingestiegen. Die Frage aller Fragen ist nun: Wann geht es mit dem Spielbetrieb weiter? Die Drittliga-Frauen der SG Steinbach/Kappelwindeck haben darauf noch keine Antwort.

„Wir warten auf eine entsprechende Mitteilung der Verantwortlichen“, sagt SG-Trainer Arnold Manz. Er kann sich vorstellen, dass es Mitte September soweit ist. Die offizielle Erklärung steht aber noch aus.

In der Baden-Württemberg-Oberliga sowie in den Ligen des Südbadischen Handball-Verbandes (SHV) haben die Vereine etwas mehr Klarheit. Nach Wochen der Ungewissheit haben die Terminplaner den Rahmen vorgegeben, wie die kommende Saison 2020/21 ablaufen könnte. Der TVS 1907 Baden-Baden ist bei den Männern als Oberligist der höchstrangige Vertreter des Bezirks Rastatt. Die Sandweierer erhielten kürzlich Post von der spielleitenden Stelle, die den 18 Oberligisten vier Möglichkeiten des Saisonstarts vorstellt.

Im Normalfall würde die Saison am 12./13. September beginnen und am 15./16. Mai enden. Als erste Variante wird der Rundenbeginn am 3./4. Oktober angeführt. Zudem haben die Verantwortlichen zwei weitere Modelle mit Rundenbeginn am 5./6. Dezember beziehungsweise am 23./24. Januar in der Planung. Je nach Saisonstart hätte dies folgende Auswirkungen.

Beim Start am 12./13. September kommt es zu einem vollen Programm mit 34 Spieltagen. Gleiches gilt für den Beginn am 3./4. Oktober. Saisonende wäre in diesem Fall am 26./27. Juni 2021. Beginnt die Saison am 5./6. Dezember wird zunächst eine einfache Runde mit 17 Spielen ausgetragen. Danach kommt es zu einer einfachen Meisterrunde mit sechs Teams und einer Abstiegsrunde mit zwölf Mannschaften.

Bei Variante drei mit Start am 23./24. Januar wird eine einfache Runde mit 17 Spielen ausgetragen. Saisonende ist dann am 15./16. Mai. Die Oberliga-Vereine bekommen mindestens sechs Wochen vorher Bescheid, wann es tatsächlich losgeht.

Fakt ist, dass die Organisation alles andere als einfach wird.
Simon Riedinger / Sportlicher Leiter des TVS 1907 Baden-Baden

Simon Riedinger, der Sportliche Leiter des TVS Baden-Baden, meint: „Fakt ist, dass die Organisation alles andere als einfach wird, aber das trifft alle Vereine und war auch so abzusehen. Ich denke, am Ende werden die Vereine oben stehen, die es schaffen, sich am besten mit der Sache auseinanderzusetzen beziehungsweise zu arrangieren.“

Der Südbadische Handball-Verband (SHV) bindet derweil die Vereine in die Entscheidungsfindung ein, wie gespielt werden soll. Folgende zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch. „Alles wie immer“ ist die erste Möglichkeit. Das heißt: Saisonstart ist am 3./4. Oktober. Gespielt wird in Hin- und Rückrunde bis mindestens 12./13. Juni. Das Problem dabei: Bei lokalen Lockdowns kann nicht flexibel reagiert werden. Es besteht die Gefahr, dass die Saison erneut nicht komplett zu Ende gespielt wird.

Verband favorisiert Modell mit Vor- und Endrunde

Wie Ansgar Huck, SHV-Vizepräsident Spieltechnik, verdeutlicht, wird vom Verband die Variante bevorzugt, die in der Südbadenliga und Landesliga zunächst Vorrundengruppen à acht beziehungsweise sieben Mannschaften vorsieht.

Die Vorrunde soll als normale Runde mit Hin- und Rückrunde gespielt werden. Nach der Vorrunde wird eine Endrunde ausgetragen, die in Meister- und Abstiegsrunde geteilt wird.

Der Start dieses Modells wäre ebenfalls am 3./4. Oktober, der letzte Spieltag am 8./9. Mai 2021. Der Verband sieht hierbei mehr Flexibilität bezüglich des Saisonstarts und bei eventuellen lokalen Lockdowns gegeben, da insgesamt weniger Spiele ausgetragen werden müssen.

Lokalderbys programmiert

Es ist dabei sowohl in der Südbadenliga mit der SG Steinbach/Kappelwindeck, der SG Muggensturm/Kuppenheim, dem BSV Phönix Sinzheim, dem TuS Helmlingen und dem TVS 1907 Baden-Baden II als auch in der Landesliga mit den Bezirksteams ASV Ottenhöfen, TS Ottersweier, HR Rastatt/Niederbühl, TuS Helmlingen II, BSV Phönix Sinzheim II, HSG Hardt, TuS Großweier und SG Freudenstadt/Baiersbronn davon auszugehen, dass in der Vorrunde die Mannschaften aus dem Bezirk Rastatt aufeinandertreffen. Damit sind zahlreiche Lokalderbys programmiert.

Die Vereine haben die Möglichkeit, sich bis zum 10. Juli zu äußern. Die finale Entscheidung, die das Spielsystem festlegt, wird das SHV-Präsidium in seiner Sitzung am 15. Juli treffen.

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