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Gemeinderat adressiert Sparkassenchef

Bei den Umbau-Plänen beim Sparkassen-Hochhaus in Gaggenau wird der Ton rauer

Mit Blick auf die Umbaupläne der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau für ihr Hochhaus am Bahnhof in Gaggenau wendet sich der Gemeinderat mit einem Schreiben aller sechs Fraktionen jetzt direkt an Lothar Volle, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse.

Umstrittenes Vorhaben: Die Sparkasse will in ihrem Hochhaus am Bahnhofsplatz Wohnraum schaffen, der Gemeinderat fordert Informationen vor der Entscheidung im Verwaltungsrat ein. Foto: Hans-Jürgen Collet

Volle wird aufgefordert, die Umbaupläne von der Tagesordnung der für Donnerstag anberaumten Verwaltungsratssitzung zu nehmen. Der Ton im Verhältnis zu Oberbürgermeister Christof Florus wird rauer.

Unterschrieben ist der gemeinsame Brief des Gemeinderats von Dorothea Maisch (CDU), Jan Stenger (FWG), Gerd Pfrommer (SPD), Heike Röhlen und Eric Peplau (Grüne), Alexander Haitz (FDP) sowie Armin Kellert (AfD). Erinnert wird in dem Schreiben an Volle zunächst an den Brief, den der Gemeinderat wie berichtet wenige Tage zuvor an Oberbürgermeister Christof Florus gerichtet hatte.

Offenkundig wartet der Gemeinderat noch auf dessen Antwort, denn es heißt jetzt mit deutlichen Worten: „Der Oberbürgermeister hat uns noch nicht geantwortet und nach der Diskussion bei der Gemeinderatssitzung haben wir nicht den Eindruck, dass er bereit beziehungsweise in der Lage ist, unserem Anliegen gerecht zu werden.“

Gemeinderat: Mit großer Sorge

Wegen der Dringlichkeit des Themas wendet sich der Gemeinderat nach eigener Darstellung unmittelbar an den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse. „Wie Sie wissen, sieht der gesamte Gemeinderat der Stadt Gaggenau die … Umgestaltungspläne mit großer Sorge… Wir befürchten eine Entwicklung, die sowohl der Stadt Gaggenau als auch der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau nachhaltig schaden wird“, heißt es in dem Brief an Volle.

Dies im Wissen, „dass wir formal kein Mitspracherecht in dieser Frage haben und dass Sie den Willen des gesamten Gaggenauer Gemeinderates bei Ihrer Entscheidung ignorieren können. Wir bitten Sie aber dringend darum, dies nicht zu tun, bevor wir uns intensiv über die Vor- und Nachteile Ihrer Planungen sowohl für die Stadt als auch für die Sparkasse ausgetauscht haben.“

Der Gemeinderat verweist auf die Verankerung der Sparkassen in ihrer jeweiligen Region und appelliert in diesem Sinn an den Sparkassenchef, die Pläne am Donnerstag von der Tagesordnung des Verwaltungsrats zu nehmen: „Vor diesem Hintergrund dürfte es auch Ihrer Sparkasse nicht egal sein, wenn die gewählten Vertreter der Stadt Gaggenau ihre Umbaupläne einmütig ablehnen.

Die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau hat den Anspruch ‚Nah bei den Menschen‘ zu sein. Eine strategische Veränderung zu Lasten von Gaggenau ohne ernsthaften und ergebnisoffenen Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt wird diesem Anspruch nicht gerecht.“

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