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Blick hinter die Kulissen: Wie das Duo „2Cool” aus Gaggenau seinen SWR-Auftritt erlebte

Den musikalischen Part der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee” lieferte am Freitag jetzt das Duo „2Cool”, das aus einer Rösterei in Gaggenau zugeschaltet war.

Ungewöhnliches Ambiente: Das Duo „2Cool” mit Maike Oberle und Gerald Sänger agierten für die Fernsehkamera in einer Rösterei. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Seit vielen Wochen schon wiederholen sich allsonntäglich die ARD-Tatorte, weil Corona den Dreh zu sehr beeinträchtigt um ausreichend Neues zu produzieren. Die beliebten TV-Live-Dauerbrenner sind da allerdings auf ein hohes Maß an Kreativität angewiesen, wie sich am Freitag bei der Sendung „Kaffee oder Tee” zeigte, als dort das lokal sehr geschätzte Duo „2Cool“ den musikalischen Part zur Sendung lieferte.

2Cool, das sind Maike Oberle und Gerald Sänger, die jetzt zwar mit einem kleinen Einblick in ihr Können über die TV-Schirme flimmerten, die heiligen Hallen des SWR aber nicht betraten. „Sehr schade“, bedauert Maike „The Voice“ Oberle. „Ich habe noch nie ein Fernsehstudio von innen gesehen.“

Wie kam das Duo ins Fernsehen?

In der Sendung war das fetzige und immer wieder überraschende Duo dennoch. Acht Handykarten ist es geschuldet, das sich eine Handvoll Fernsehleute zusammen mit den beiden Musikern in der Rösterei trafen, dort wo ehedem die Gaggenauer Eisenwerke zuhause waren und es jetzt Kaffee-Spezialitäten gibt. Treffender Weise. Denn genau das ist ja der Titel des Formats, das freitags immer Musik kredenzt, obendrein Kuchen zu den Heißgetränken.

Aber nun ist ja alles anders. Kuchen ja, für die Studiogäste allerdings nur, die zahlenmäßig sehr eingeschränkt eingelassen werden dürfen. Das Publikum, das sonst in den jetzt verwaisten Rängen Platz nimmt, muss draußen bleiben. Hygienevorschriften!

Der papa hat sich für uns beworben
Maike Oberle/Sängerin

Auch die Sache mit der Musik, die es freitags zum Kuchen mit dazu gibt, ist schwierig. Deshalb kam man auf die Idee, dass hierzu nicht nur Talente aus der Region eingeladen werden, sondern auch attraktive Räume für Außendrehs gesucht werden. 2Cool lieferte gleich beides, weil Gerald Sänger mit dem Rösterei-Inhaber befreundet ist. „Wir haben auch schon in Pforzheim im Garten einer Musikerin gedreht“, erzählt Tom Lindner. Er führte Regie bei der ganzen Sache. Parallel dazu geht im „Mutterhaus“ alles seinen fast gewohnten Gang.

„Und? Bist Du nervös?“, fragt Maike ihren Duo-Partner, nachdem die Proben reibungslos funktioniert haben, die Gesichter noch ein wenig gepudert wurden und die Übertragung näher rückte. „Nee, wegen der Musik nicht. Eher wegen dem Interview“, meint Gerald. Das führte Markus Zimmermann, der die beiden jeweils auch anmoderierte.

Wie aber kamen 2Cool denn nun ins Fernsehen? „Der Papa hat sich für uns beworben“, erzählt Maike von Vater Klaus, der sich voller Begeisterung für das Duo engagiert. Was er dem Südwestrundfunk versprach und was er als Kostproben dazu lieferte, das gefiel. Zumal Tom Lindner selbst auch Musik macht, berichtet er hinter vorgehaltener Hand von der „Boygroup“, in der er singt und von den Versuchen auf der Gitarre, die er unter fachlicher Anleitung unternimmt. Entsprechend groß ist die Begeisterung für das, was Gerald Sänger da auf die Saiten bringt. „Und diese Stimme...“.

Dass Passanten stehen bleiben, ist okay

In der Zwischenzeit ist Martin Seidler mit den Kuchenbäckern soweit, dass die erste Einblendung mit den beiden Musiker aus dem Landkreis Rastatt erfolgen kann. Kamera-Ton-Assistent Michael Geißer sitzt zu diesem Zeitpunkt schon längst an seinen Geräten, damit der Sound möglichst klangrein in Baden-Baden ankommen wird.

Auch Christoph Schmitz hat den rund acht Kilogramm schweren Rucksack geschultert, in dem sich die „Live U“ befindet. Grob gesagt ein Minitur-Ü-Wagen. Acht Handykarten sind darin enthalten, die dafür sorgen, dass die gebündelte Qualität der Übertragung zustande kommt. Mit der Kamera in der Hand, dem Rucksack auf dem Rücken, umrundet er die Musiker, die gerade mal beweisen, dass heiße Sounds wie der „Uptown funk“ auch richtig rocken, wenn nur zwei „Mann“ ihn kredenzen.

Die Crew zeigt sich begeistert von dem produzierten Beitrag. Dass vor den großen Fenstern der Rösterei auch immer wieder einmal Passanten stehen bleiben, ist für die Beteiligten durchaus ok. „Das stört gar nicht“, findet Tom Lindner, der dabei offensichtlich ganz in seinem Element ist.

Über die ARD-Mediathek oder die Homepage der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee” ist der Beitrag abrufbar.

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