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Wolf riss mehrmals Nutztiere

Der Murgtäler Wolf „GW852m“ – und was bis heute über ihn bekannt ist

Vor drei Jahren ist der Wolf in den Nordschwarzwald zurückgekehrt. Der Lebensraum des Rüden mit der Kennung „GW852m“ erstreckt sich vom Kaltenbronn bis in die Ortenau. Mehrfach riss er Nutztiere.

Der Wolf GW852m läuft mit einem Beutetier durch den Nordschwarzwald.
Zugeschlagen: GW852m unterwegs mit einem Beutetier. Vier bis fünf Kilo Fleisch täglich braucht ein Wolf. Foto: Forstliche Versuchsanstalt Baden-Württemberg

Der Wolfsrüde „GW852m“ ist 2017 aus Niedersachsen in das Murgtal eingewandert. Er ist damit seit der Ausrottung der Raubtiere im 18. Jahrhundert der erste Wolf, der nachweislich im Nordschwarzwald lebt. Die biologische Bezeichnung steht für „Genetischer Wolf, männlich“, 852 ist seine individuelle Kennung.

Der Murgtäler Wolf hat mehrfach Nutzvieh gerissen: In Bad Wildbad – dort starben im April 2018 mehr als 40 Schafe – in Gernsbach-Reichental und Forbach. Auch im Baiersbronner Ortsteil Huzenbach ist ein Riss bestätigt. Allerdings war keine der Weiden durch einen wolfsabweisenden Zaun geschützt.

Wolf
GW852m
Fotofalle
Standort geheim. Sicher: Im Höhengebiet des Murgtals 
(Gernsbach/Forbach)
Diese Aufnahme einer Fotofalle zeigt den Murgtäler Wolf „GW852m“ im Sommer 2018. Damals wirkte das Tier noch abgemagert. Foto: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt

Großes Revier im Nordschwarzwald

Nach Einschätzung von Experten ernährt sich „GW852m“ überwiegend von Wildtieren. Unter anderem riss er eine zu Forschungszwecken mit einem Sender ausgestattete Hirschkuh. Martin Hauser, Wildtierbeauftragter des Landkreises Rastatt, fand vor Ort nur noch das Halsband und einige Knochen.

Der Wolf mit der Kennung „GW852m“ lebt im Gebiet vom Bergwald des Kaltenbronn bis in den Kreis Calw und die nördliche Ortenau.
Das ungefähre Ausmaß des Wolfsreviers im Nordschwarzwald Foto: Grafik: BNN

Der Wolfsrüde wurde mehrere Male von Spaziergängern gesichtet, allerdings überwiegend aus großer Entfernung. Sein Lebensraum erstreckt sich vom Bergwald des Kaltenbronn bis in den Kreis Calw und die nördliche Ortenau. „GW852m“ wurde von mehreren Fotofallen erfasst, unter anderem auch im Bühler Stadtwald.

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