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Jugendkriminalität steigt an

Mit Tritten gegen 14-Jährigen: Polizei ermittelt im Murgtal wegen Gewaltausbrüchen

In Gaggenau und Gernsbach haben sich bereits zum zweiten Mal Schüler geschlagen. Die Polizei ermittelt bereits - doch was sagen die Schulsozialarbeiter dazu?

In Leipzig ist die Suche nach dem in einem  Einkaufszentrum verschwundenen Baby intensiv fortgesetzt worden. Das Kind wurde inzwischen gefunden.
Das Polizeirevier Gaggenau muss sich derzeit verstärkt mit Jugendkriminalität befassen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Innerhalb von einer Woche ist es im Murgtal zu zwei Gewaltausbrüchen unter Mitschülern gekommen. Die Polizei ermittelt jeweils wegen Körperverletzung.

Der erste Fall hat sich am 14. September gegen 7.40 Uhr an der Bushaltestelle in der Weinbergstraße in Gernsbach ereignet, als mehrere Jugendliche einen 14-jährigen Realschüler mit Tritten und Schlägen traktiert haben. Neben zahlreichen Hämatomen zählt eine Bisswunde am Arm zu den Verletzungen des Opfers.

Beim zweiten Fall am 21. September hat ein inzwischen ermittelter Tatverdächtiger gegen 18.20 Uhr am Bahnhof in Gaggenau einen Mitschüler ins Gesicht, auf den Kopf und in den Bauch getreten und geschlagen.

Polizeirevier Gaggenau hat aktuell mit Jugendkriminalität zu tun

Das Polizeirevier in Gaggenau hat aktuell offenbar verstärkt mit Jugendkriminalität zu tun, schließlich bereiten seit geraumer Zeit schon jugendliche Rollerfahrer in der Großen Kreisstadt Sorgen, wo der Schriftzug „GG-Bande“ ebenso Gegenstand der Ermittlungsarbeit ist.

Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehe zwischen den jüngsten Gewaltausbrüchen unter Mitschülern und der Roller-Gang in Gaggenau aber keinerlei Zusammenhang, betont die Polizei auf Anfrage.

Die Jugendkriminalität generell sei im Murgtal konstant niedrig, was auch daran liege, dass das Thema Prävention für die Polizei grundsätzlich ein sehr wichtiger Baustein sei. „Gerade im Murgtal werden auch mit externen Partnern sehr erfolgreich viele Präventionsprojekte betrieben“, erläutert Polizeioberkommissar Rüdiger Schaupp.

Es haben bereits Gespräche stattgefunden.
Marcel Zeltmann, Schulsozialarbeiter an der Realschule Gernsbach

Die Ermittlungen zum Fall in Gernsbach, insbesondere wer und wie viele Personen daran beteiligt waren, laufen derzeit noch. Auch die Schulsozialarbeit der Realschule ist dabei mit im Boot. „Es haben bereits Gespräche stattgefunden“, bestätigt Marcel Zeltmann.

Der Schulsozialarbeiter an der Realschule Gernsbach verweist auf seine Schweigepflicht, weshalb er sich zum konkreten Fall nicht äußern dürfe. Prinzipiell seien aber Auseinandersetzungen zwischen Schülern, die in eine Körperverletzung münden, „ganz selten“. Also stelle auch der aktuelle Fall eine „absolute Ausnahme“ dar.

Die Hauptarbeit liege bei solchen Vorkommnissen bei der Polizei, zumal die Schlägerei außerhalb der Schule (auf dem Schulweg) stattgefunden habe. Weil Schüler der Realschule involviert waren, ist neben Zeltmann auch die Schulleitung eingeschaltet worden.

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