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Besuch nur mit Termin

DRK-Kleiderkammer in Gaggenau öffnet im September wieder

Täglich erhielt das DRK in Gaggenau in den vergangenen Wochen Anrufe mit der gleichen Frage: Wann ist die Kleiderkammer wieder geöffnet? Wegen Corona war diese seit März geschlossen, jetzt kommt im September endlich die Wiedereröffnung - allerdings unter strengen Auflagen.

In der DRK-Kleiderkammer Gaggenau: Ab dem 14. September 2020 können wieder Kleiderspenden abgegeben werden, die erste Kleiderausgabe ist am 26. September. Für Annahme und Abgabe ist Anmeldung erforderlich. Foto: Joachim Kocher

Von Joachim Kocher

Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ortsverein Gaggenau, die seit dem 11. März geschlossen ist, wird am Montag 14. September zwischen 18- und 19 Uhr wiedereröffnet. Der zweite Öffnungstag findet Mittwoch am 16. September zwischen 10 und 12 Uhr statt.

Verbunden mit der Wiedereröffnung sind zahlreiche Neuerungen, wie der Vorsitzende des DRK- Ortsvereines Gaggenau, Horst Neuendorf, am Mittwoch, während einem Pressegespräch zu verstehen gab. In den vergangenen Wochen erhielten die Verantwortlichen der Kleiderkammer, täglich Anrufe mit der gleichen Frage:“ wann ist mit der Wiedereröffnung der Kleiderkammer zu rechnen?“.

Terminbuchung ist erstmals am 7. September möglich

Um eine bessere Steuerung der Kunden bei der Annahme und der Ausgabe hinzubekommen und die Wartezeiten zu verkürzen, werden künftig Termine vergeben. Die Terminreservierung ist montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich dienstags und donnerstags von 18 bis 19 Uhr unter Telefon (07225) 2035 möglich. Erstmals kann ein Termin am 7. September gebucht werden.

Wir werden alle Leute wegschicken, betonte Neuendorf, die keinen Termin haben. Unsere Mitarbeiter, so der DRK-Vorsitzende, werden zukünftig außerdem alle Kleider-Spenden genau anschauen. „In der Vergangenheit wurde bei uns zu viel Müll abgegeben“.

Wir werden keinen Ausschuss behalten, der muss ab sofort durch den jeweiligen Spender wieder mitgenommen und selbst über die Graue Tonne“ dem Restmüll zugeführt werden“, sagt der Vorsitzende. Ansonsten bleiben wir auf den Entsorgungskosten sitzen. „Wer zu uns kommt, sollte zudem nur gewaschene Kleidungsstücke abgeben, die er selbst jederzeit wieder anziehen würde. Nur diese Kleidungsstücke sind etwas für die Kleiderkammer“.

Horst Neuendorf machte auch deutlich, dass je Annahmetermin und Kunden nur noch zwei bis drei Kleidersäcke oder Kartons akzeptiert werden. Größere Abgabemengen, müssen vorher telefonisch angemeldet werden. Der Vorsitzende betonte auch, dass durch die Corona-Krise der weltweite Markt von Gebrauchtkleidung eingebrochen ist.

Da die Kleiderkammer mehr Kleidung gespendet bekommt, wie sie an Bedürftige weitergeben kann, entstehen für den DRK-Ortsverein Gaggenau Probleme mit den überschüssigen Kleiderspenden.

Der erste Ausgabetermin findet am 26. September zwischen 9 und 12 Uhr statt. Die Zeit für den einzelnen Kunden bei den Ausgabeterminen wird auf 15 Minuten je Ausgabebereich (Erwachsene/Kinder und Jugendliche) festgelegt.

Mit der Wiedereröffnung der Kleiderkammer wird ein 14-tägiger Ausgabetermin wieder eingeführt. Sowohl bei der Annahme als auch bei der Ausgabe von Kleidung ist der Aufenthalt von Kindern bis zu 14 Jahren nicht gestattet.

Der DRK- Vorsitzende machte auch deutlich, dass man eine offene Kleiderkammer sei, zu der jeder kommen kann.

Neues Hygienekonzept wird immer wieder angepasst

Horst Neuendorf ging auch auf das Hygienekonzept des DRK Gaggenau ein, das entsprechend angepasst und fortgeschrieben wird. „Unser Konzept wird mindestens 95 Prozent Sicherheit abdecken, eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagte der DRK-Vorsitzende.

Er betonte auch, dass der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die im Rettungszentrum neben der Kleiderkammer untergebracht sind sowie der Schutz der Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer oberste Priorität während den Öffnungszeiten der Kleiderkammer haben.

Ebenso werde auf den Schutz der Kunden der Kleiderkammer geachtet, um eine Ansteckung durch Dritte zu vermeiden. Das Tragen von privaten Mund-Nasen-Masken (sogenannte Alltagsmasken) ist weder für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Kunden bei der Annahme und Ausgabe nicht gestattet.

Die Kunden erhalten bei ihrem Besuch in der Kleiderkammer eine Maske vom DRK. Zusätzlich tragen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Gesichtsschild.

Horst Neuendorf betonte, dass Spenden sowohl bei den Annahme- als auch bei den Abgabeterminen gern gesehen sind, zumal die Kosten für die Hygienemaßnahmen von keiner Seite erstattet würde. Diese Mehrausgaben, die mittlerweile 1.500 Euro betragen, müssen vom laufenden Haushalt des DRK-Ortsvereines gedeckt werden.

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