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Narren planen DVDs und kleinere Veranstaltungen

Wie die Fastnacht 2021 im Murgtal ablaufen soll

Fastnacht wird im Murgtal im kommenden Jahr anders ablaufen als bisher. Dies haben die einzelnen Gesellschaften zwischenzeitlich bestätigt. Dennoch gibt es eine Fülle von Überlegungen, die man der aktuellen Situation anpassen kann. Wie zu hören war, wollen die Karnevals-Gesellschaft auf „Sicht fahren“.

Erinnerungen an 2020 müssen genügen: Einen Rathaussturm, wie in diesem Jahr, wird die GroKaGe Gaggenau 2021 nicht veranstalten. Es könne höchstens kurzfristig kleine Aktionen geben, teilt der Verein mit. Foto: mandic

Wie die Große-Karnevals-Gesellschaft (GroKaGe) Gaggenau bereits Mitte August mitteilte, wird die Kampagne 2020/21 wegen Corona definitiv anders aussehen als gewohnt. Nach intensiven Gesprächen und Beratungen hatte der Vorstand gemeinsam mit dem künstlerischen Team schweren Herzens beschlossen, die Kampagne 2020/21 komplett abzusagen.

Das Motto und die Themen werden auf die Kampagne 2021/22 verschoben. Den Rathaussturm und die närrische Ratssitzung im Bürgersaal, beides Traditionsveranstaltungen der GroKaGe, wird es somit im kommenden Jahr ebenso wenig geben wie die Fremdensitzungen.

Comedy-Show trotz Corona?

Die Fastnachteröffnung am 11. November ist ebenfalls abgesagt. Kurzfristig kann es nach Aussage des Vorsitzenden Hans-Wolfgang Paulusch kleinere Aktionen geben. Der Vorsitzende machte im BNN-Gespräch deutlich, dass „eine Fastnacht, wie wir sie kennen und lieben, unter diesen Bedingungen nicht möglich ist“. Die GroKaGe wird jedoch ihre Idee einer Comedy-Show weiterverfolgen, sagte jüngst Hans-Wolfgang Paulusch.

Die Lage beim Ottenauer Carnevalsclub (OCC) ist ähnlich. „Öffentliche Veranstaltungen sind im Moment nicht darstellbar“, sagt Präsident Jens Siebert. Beschlüsse würden noch gefasst. Es werde an spontan umsetzbaren Alternativen gebastelt, betont Siebert.

„Im Flößerdorf wird es Fastnacht geben“, versichert Zunftmeister Ruben Schnepf von der „Narrenzunft Schmalzloch“. Dies allerdings mit der Einschränkung, dass die dann aktuell geltenden Corona-Regeln eingehalten werden müssen. Es werde grundsätzlich keine öffentlichen Veranstaltungen wie Sitzungen oder Umzug geben. Ebenso müssen die Schlempelparty und der Kindermaskenball abgesagt werden.

Schon weit sind die Hördener Narren laut eigenen Angaben mit ihrer Alternativplanung, die bereits vom Großen Rat abgesegnet worden ist. Die Damen- und Herrensitzungen wird es zum Beispiel für jeden zu Hause im Wohnzimmer geben. Das Motto der Hördener Narren werde dabei in vollem Umfang umgesetzt.

Filme statt Veranstaltungen

Das Sitzungsteam der Narrenzunft produziert einen Sitzungsfilm, der am geplanten Sitzungssamstag, 16. Januar, kostenlos als DVD oder USB-Stick ausgegeben wird. Auch für Kinder und die Besucher der Schlempelparty sind Alternativen entwickelt worden, so die Narrenzunft. Angedacht ist zum Beispiel eine Malaktion in Kindergarten und Grundschule.

Schlempenkönigin und Prinzenpaar werden in einer internen Veranstaltung Mitte November präsentiert. Die Tanzgarde mit mehr als 100 Aktiven ist im Training, nimmt aber nicht an Turnieren des Bund Deutscher Karneval teil. Die Straßen in Hörden werden mit Fähnle geschmückt und eine Narrenzeitung herausgegeben. Auch dem Scheibenschlagen steht nach Aussage der Narrenzunft Schmalzloch nichts entgegen.

Training ohne Turniere: Trotz Corona üben die Aktiven der Narrenzunft „Schmalzloch“. Foto: Ralf J. Kraft

Die Karnevalsgesellschaft „Hohle Eiche“ aus Weisenbach hat die Kampagne 2021 abgesagt. Hierüber wurde zuvor innerhalb des Vereins ausgiebig diskutiert. Der Jubiläumsumzug am Fasentsonntag findet damit nicht statt. Trotzdem will der Verein versuchen, das närrische Gedankengut in anderer Form unter die Menschen zu bringen. Aktuell werde geprüft, welche Alternativen es gibt.

Der Fastnachtsverein „Talhutzel“ Forbach hat in Absprache mit der Gemeindeverwaltung aufgrund der aktuellen Situation alle geplanten Veranstaltungen abgesagt, sagt der Vorsitzende Thorsten Kottler auf BNN- Anfrage. „Wir lassen es jedoch offen, ob wir kurzfristig etwas machen. Wir werden auf jeden Fall einen Orden in Auftrag geben, den wir allen Gruppen, Aktiven und Helfern überreichen werden. Ferner denken wir an eine DVD mit Auftritten aus den vergangenen 30 Jahren. Hierbei lassen wir die Bevölkerung abstimmen, welchen Auftritt sie nochmals sehen will“, sagt Kottler.

Vor dem Sitzungstermin 2021 solle die DVD fertiggestellt sein, „damit unsere Mitglieder und Freunde sich einen schönen Abend mit ihren beliebtesten Auftritten machen können“.

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