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Positive Rückmeldungen

Besucher der Forbacher Tagespflege bekommen trotz Corona ein abwechslungsreiches Programm geboten

In der Tagespflege Murgtal in Forbach kommen ältere Menschen zusammen. Die Freude über die Gemeinschaft und die zahlreichen Angebote ist groß. Eine Besucherin bringt diese Freude auf eine besondere Weise zum Ausdruck.

Am Hochbeet: Besucherin Margareta Wunsch mit Pflegedienstleiterin Patricia Schiel auf der Terrasse der Einrichtung. In den Beeten wachsen unter anderem Kräuter. Foto: Nico Fischer

Im Hintergrund läuft leise Schlagermusik. Margareta Wunsch würde aber auch selbst singen. Was, weiß sie schon. Entweder sogenannte Küchenlieder, die sie früher zum Beispiel beim Kartoffelschälen sang. Oder das von ihr selbst getextete Lied, in dem es unter anderem heißt: „Wir gehen gerne her, weil wir hier geborgen sind.“

Einrichtung eröffnete im September 2020

Mit dem Lied meint Wunsch die Tagespflege Murgtal in Forbach. Gesungen auf die Melodie des traditionellen Böhmerwaldlieds, drückt sie ihre Begeisterung über die Einrichtung und das Angebot aus. „Jede Woche bin ich mindestens einen Tag hier“, erzählt die 86-Jährige.

Wir sind ja in Corona gestartet, das war eine Herausforderung.
Patricia Schiel, Pflegedienstleiterin der Einrichtung

Im September 2020 eröffnete die katholische Sozialstation Forbach-Weisenbach die Einrichtung in den renovierten Räumen des ehemaligen Krankenhauses. Die Eröffnung war nicht ganz einfach: „Wir sind ja in Corona gestartet, das war eine Herausforderung“, berichtet Patricia Schiel, die Pflegedienstleiterin der Einrichtung, von den Anfängen. Im Mittelpunkt standen vor allem die Abstandsregeln.

Morgens holt ein Fahrdienst die Besucher zu Hause ab oder Angehörige bringen sie vorbei. Durch zwei Spenden können nun auch Besucher, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, in die Einrichtung kommen. Der Fahrer holt sie mit einem Kleinbus mit Rollstuhlrampe ab, ein neuer Patientenlift hebt die Besucher zum Beispiel zum Mittagesschlaf ins Bett.

Abwechslungsreiches Programm strukturiert den Tag

An diesem Morgen übernimmt Besucherin Anni Halbig nach dem gemeinsamen Frühstück das Kommando. Auf dem Programm stehen gymnastische Übungen. Halbig gibt klare und deutliche Anweisungen: „Arme strecken und ausatmen“ und „Das Kreuz ist lang und gestreckt“. Und: Von nichts kommt nichts.

Vielfältige Beschäftigung: An der Werkbank können sich Besucher handwerklich betätigen und zum Beispiel Holzarbeiten anfertigen. Foto: Patricia Schiel

Das wird deutlich, wenn Halbig mit bestimmten Tonfall sagt: „Das muss hinten in der Wade ziehen.“ Gut eine halbe Stunde macht Halbig Programm, die Besucher wiederholen die Übungen, so gut sie können. Am Ende des sportlichen Teils schwenken die Besucher bunte Bänder über ihren Köpfen und rufen: „Auf Wiedersehen“, wobei viele der Besucher sagen: „Aber noch nicht jetzt!“

Körper und Geist werden in der Tagespflege gefördert

In den Erdgeschossräumen ist neben dem gemeinsamen Essbereich, einem Wohnzimmer und dem Ruheraum auch eine Werkbank untergebracht. Hier können Besucher sich handwerklich betätigen und Holzarbeiten herstellen: „Wir haben Angebote für Körper und Geist, das ist wichtig“, sagt die Leiterin.

Spielerunde: Mitarbeiterin Sandra Wichera spielt mit einem Besucher der Tagespflege eine Runde Mühle. Der kognitive Aspekt ist ein zentraler Teil der Arbeit. Foto: Patricia Schiel

Schiel und ihr Team stehen im regelmäßigen Austausch mit den Angehörigen: „Wir bekommen durchweg positive Rückmeldungen“, berichtet sie. „Die Besucher werden fitter und agiler und die kognitiven Fähigkeiten verbessern sich.“ Das, so Schiel, merken auch die Fahrer, die die Besucher bringen.

Wir können uns hier gemeinsam unterhalten, das ist gut für das Gedächtnis.
Margareta Wunsch, Besucherin der Tagespflege Murgtal

Nach der Sporteinheit geht es auf die Terrasse, die morgens noch im Schatten liegt und angenehm kühl ist. Margareta Wunsch betrachtet die Hochbeete, in denen verschiedene Kräuter wachsen. „Wir können uns hier gemeinsam unterhalten, das ist gut für das Gedächtnis“, sagt Wunsch.

Wir können hier auch von früher sprechen.
Margareta Wunsch, Besucherin der Tagespflege Murgtal

„Wir können hier auch von früher sprechen, über altes Zeugs.“ Hier stimmen die anderen Besucher eifrig zu. Auf ihren Besuch in der Einrichtung freut sich Wunsch immer besonders: „Ich bin sehr gerne da, es ist immer ein besonderer Tag“, sagt sie.

Im April impfte ein mobiles Impfteam die Besucher gegen das Coronavirus. Patricia Schiel freut sich schon jetzt auf die Zeit nach Corona. „Im Moment bekommen wir das Essen geliefert, aber wir wollen auch gemeinsam kochen“, sagt sie. Aktuell sei es schon möglich, mit den Besuchern Kuchen für den Nachmittagskaffee zu backen.

Ausflüge sollen dann ebenfalls auf dem Programm stehen. „Gemeinsam eine gute Zeit haben“, lautet das Motto der Einrichtung. Und auch das gemeinsame Singen, was aktuell wegen der Pandemie ebenfalls noch nicht erlaubt ist, soll möglich werden. Was die Besucher dann singen, ist ja bekannt.

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