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Forbacher Badebetrieb 2020

Montana reißt Loch in Haushalt: Defizit liegt bei rund 285.000 Euro

Montana-Badezentrum: Bis zum letzten Tag nutzten die Gäste das Forbacher Freibad. Foto: Reinhold Bauer

Von unserem Mitarbeiter Reinhold Bauer

Wie die meisten Freibäder der Region schloss auch das Forbacher Montana-Badezentrum am vergangenen Sonntag. Coronabedingt öffnete das Bad in dieser Saison erst am 4. Juli. In den zehn Wochen besuchten insgesamt circa 6.600 Gäste das Bad, wobei die beiden Sonntagsschichten am 9. und 16. August am meisten frequentiert waren.

An den insgesamt mehr als 65 Badetagen waren je Schicht maximal 200 Badegäste erlaubt. Diese Obergrenze wurde allerdings nur an zwölf Schichten, das sind weniger als zehn Prozent, erreicht werden. Diese Zahlen gab Bürgermeisterin Katrin Buhrke Ende vergangener Woche auf Nachfrage bekannt.

Je weniger Besucher, desto höher die Verluste

Es war vorneweg klar, dass die Öffnung des Montana-Badezentrums ein Verlustgeschäft für die Kommune wird, auch wenn Bürgermeisterin Katrin Buhrke und Kämmerer Martin Oberstebrink zum Zeitpunkt der BNN-Nachfrage noch keine konkreten Zahlen vorlegen konnten. Jedoch prognostizierte Bürgermeisterin Buhrke bei der Gemeinderatsitzung am 16. Juni, dass das Defizit für den Badebetrieb 2020 bei rund 285.000 Euro liegen wird. Und: je weniger Besucher kommen, desto höher falle der Verlust aus.

Die Krux dabei: Hätte die Verwaltung das Bad nicht geöffnet, wäre es in etwa beim üblichen Minus von 225.000 Euro geblieben. Durch die Öffnung werden nun die konkreten Zahlen den Haushalt für das Jahr 2020, der mit 350.000 Euro im Minus liegt, noch mehr belasten.

Erfreut zeigte sich Katrin Buhrke über die vielen positiven Besucher-Rückmeldungen. Die Badegäste freuten sich demnach besonders über das seit dem 7. August um zwei Stunden länger geöffnete tägliche Zeitfenster. Die meisten der Badegäste arrangierten sich mit den Einschränkungen und genossen die Möglichkeit, ungehindert ihre Bahnen schwimmen zu können. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit dem Security-Dienst sehr flexibel gehandhabt. Nach wenigen Tagen war zudem die Reduzierung auf eine zusätzliche Hilfskraft möglich.

Ich hatte viel Platz zum Schwimmen, sogar mehr als sonst, Corona hat mich also gar nicht eingeschränkt.
Sarah Bauer, Besucherin

Besucherin Sarah Bauer fand die Bademöglichkeit „super und absolut problemlos“. Sie erzählt: „Ich hatte viel Platz zum Schwimmen, sogar mehr als sonst, Corona hat mich also gar nicht eingeschränkt, im Gegenteil. Ich war aber nur rein zum Schwimmen im Montana. Einziges Manko waren die Schließfächer, die nicht benutzbar waren.“

Heike Fernbach aus Langenbrand, seit über 30 Jahren Montana-Dauergast, war in dieser Saison fast täglich hier und hatte mit den coronabedingten Einschränkungen überhaupt keine Probleme: „Im Gegenteil, es war hier richtig angenehm und entspannt.“ Ute Roth und Inge Gaiser, beide Vielbesucher aus Gausbach, äußerten sich ähnlich positiv: „Wir sind froh, dass wir unser Montana hier vor der Haustüre haben und dass wir es dieses Jahr auch nutzen konnten. Die Einschränkungen nahm man dabei gerne in Kauf.“

Eine weitere Besucherin brachte noch eine andere Sichtweise ins Spiel: „Selbst die ältere Generation hatte sich letztendlich mit der Online-Reservierung arrangiert.“

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