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Vorsichtsmaßnahmen

Nationalpark Schwarzwald beendet die Corona-Pause: Was ist jetzt erlaubt, was nicht?

Nach der Corona-Pause gibt es im Nationalpark Schwarzwald wieder eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Die Angebote laufen unter dem Motto „eine Spur wilder”. Was bedeutet das genau?

Nationalpark Schwarzwald Foto: Beatrix Ottmüller

Auch im Nationalpark Schwarzwald hieß es im März erst einmal stopp. Die Corona-Krise brachte die nicht nur bei Familien und Schulen sehr beliebten Führungen, Erlebniswanderungen und Exkursionen zum Erliegen. Alle geführten Ausflüge ins Tier- und Pflanzenreich des heimischen Forsts mussten im Frühjahr coronabedingt kurzfristig abgesagt werden. Fast drei Monate lang war es Besuchern lediglich möglich den Nationalpark auf eigene Faust zu entdecken.

Nachdem kleinere Veranstaltungen nun wieder erlaubt sind, hat das Team der Wildnisbildung im Nationalpark umgehend reagiert und kurzfristig eine ganze Reihe von Veranstaltungen auf die Beine gestellt. „Wir spüren einfach die sehr große Nachfrage“, sagt Sebastian Schwab, Leiter der Wildnisbildung. Es freue ihn und sein Team sehr, dass wieder Führungen und Exkursionen für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene stattfinden können. Die Angebote sind getreu dem Nationalpark-Motto „Eine Spur wilder“ entstanden.

Über Stock und Stein, mit Spielen und Wissenswertem im Gepäck geht es zu den Waldbewohnern, verspricht das Team der Natur- und Wildnisbildung. Das Erlebnis Wildnis mit allen Sinnen genießen oder auch die Kunst des Nichtstuns stehen dabei einen halben Tag lang im Mittelpunkt. Auch einige Veranstaltungen aus dem Jahresprogramm können wieder stattfinden.

Für die Teilnehmer an den Angeboten gibt es nichts Besonderes zu beachten, sagt Anne Kobarg, Pressesprecherin des Nationalpark Schwarzwald. Alle Veranstaltungen finden gemäß den aktuellen, bekannten, landesweiten Hygiene- und Coronabestimmungen statt. Trotzdem ist es für Teilnehmer eine gute Idee zusätzlich eine Nasen-Mund-Bedeckung mitzubringen.

Diese Veranstaltungen erwarten die Besucher

Gerade zu Ferienbeginn sind einige Veranstaltungen im Angebot. Am Sonntag, 2. August, geht es von 10:45 bis 13 Uhr auf die Hornisgrinde ins Hochmoor. Mit 1.164 Metern ist der stolze Berg der höchste Gipfel im Nordschwarzwald und ein spannendes Ausflugsziel direkt angrenzend an den Nationalpark. Hier gibt es das größte Hochmoor der Region mit wenigen, dafür aber sehr gut an die besonderen Verhältnisse angepassten Tieren und Pflanzen. Der Biberkessel erzählt die Geschichte der Eiszeit. Bei gutem Wetter bieten der Bismarck- und der Hornisgrindeturm herrliche Ausblicke auf die Umgebung und ins Rheintal. Die Veranstaltung ist für Kinder ab acht Jahren, Jugendliche, Familien und Erwachsene geeignet. Treffpunkt ist die Bushaltestelle Mummelsee (B500).

Am Sonntag, 9. August, ruft der Wildnispfad, der auf dem Plättig beginnt. Von 10bis 13 Uhr geht es über Totholz, Wurzeln und Steine. Ein Ranger führt die Teilnehmer auf einem schmalen Pfad mitten durch einen wilden Wald. Die Wanderer erfahren viel Wissenswertes über die beeindruckende Entwicklung nach dem Sturm Lothar im Wald sowie über die Arbeit des Rangerteams. Der Ausflug ist für Kinder ab acht Jahren geeignet.

Zu einem Ferienabenteuer im Nationalpark sind Kinder von sechs bis 12 Jahren eingeladen. An fünf Tagen, von Montag, 10.August bis 14. August, jeweils von 9 bis 16 Uhr können sie eine Woche lang durch die Wildnis stromern und Abenteuer erleben. Im Nationalpark dürfen sie die wilde Natur erforschen, hier und da auch mit anpacken und etwas zum Naturschutz beitragen und viel Zeit mit Spielen verbringen. Treffpunkt ist jeweils das Naturschutzzentrum am Ruhestein.

Einblicke in die Rangerarbeit gibt es am Dienstag, 11. August, von 10 bis 12:30 Uhr. Es werden Fragen geklärt wie: Was machen Ranger eigentlich, wenn sie im Nationalpark unterwegs sind? Interessierte ab acht Jahren können mitkommen auf eine Gebietskontrolle und erfahren viel Wissenswertes über den Nationalpark, die Arbeit des Rangerteams, Tiere und Pflanzen am Wegesrand und weitere Wunder der Wildnis. Treffpunkt ist das Nationalparkzentrum Ruhestein.

Die vorgestellten Angebote und noch viele mehr sind über den Veranstaltungskalender auf der Website des Nationalparks Schwarzwald buchbar. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Eine frühzeitige Buchung ist ratsam.

Familien, die im Moment noch lieber zuhause bleiben, können sich auch einen Hauch von Wildnis ins Wohnzimmer holen. Das Team der Wildnisbildung hat die Coronazeit genutzt, um ein neues Onlineangebot aufzubauen, das nach und nach immer weiter gefüllt wird mit Texten, Bildern und Videos zu spannenden Themen rund um Wildnis, Naturschutz und Nachhaltigkeit.

Es gibt auch viele Tipps für den Alltag zu Hause – und die Möglichkeit, Fragen zustellen oder von eigenen Erfahrungen zu berichten. Wibidi – Wildnisbildungdigital – heißt das neue Angebot .

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