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„Raue Schönheit des Murgtals“

Trekking-Camp Schwarzenbach offiziell eröffnet – was Wanderer wissen müssen

In Forbach ist am Donnerstag das Trekking-Camp Schwarzenbach offiziell eingeweiht worden. Das Camp stößt auf großes Interesse. Das müssen Wanderer in puncto Anreise und Voranmeldung wissen.

Gut versteckt liegt das neu eröffnete Trekking-Camp Schwarzenbach in Forbach. Foto: Reinhold Bauer

Der erste Termin zur Einweihung des Trekking-Camps Schwarzenbach musste wegen den Corona-Vorschriften verschoben werden. Jetzt trafen sich unter anderem Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke, Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli und der Projektbeauftragte der Gemeinde Forbach, Thomas Hudeczek, zur Eröffnung des neuen Trekking-Camps.

Katrin Buhrke freute sich, denn „mit dem Camp rückt die raue Schönheit des Murgtals verstärkt in den Fokus. Diese Art von nachhaltigem Tourismus unterstützen wir ausdrücklich. Die Trekking-Camps schaffen eine legale Alternative zum wilden Campen, das die Natur unnötig belastet.“

Buhrke erinnerte daran, dass bereits im März 2019 mit der Standortsuche begonnen wurde. „Thomas Hudeczek sowie der Bauhof haben das Projekt, übrigens das erste im Landkreis Rastatt, von Anfang an bekleidet.“ Besonders freut es sie, dass das Ehepaar Maggie und Hubert Reif, beide wohnen bei der Staumauer, sich als Betreuer des Camps engagieren werden.

Yvonne Flesch, stellvertretende Geschäftsführerin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, berichtete von den ersten Camps, die 2017 im Schwarzwald eröffnet wurden: „Die riesige Nachfrage zeigt, dass immer mehr Menschen sich eine unverfälschte Begegnung mit der Natur wünschen. Neben Personen, die für eine Nacht das Mikroabenteuer im Alltag suchen, gibt es auch viele Trekker, die zu mehrtägigen Wanderungen von Camp zu Camp aufbrechen.“

Mit dem neuen Trekking-Camp Schwarzenbach in Forbach werde das Netz aus Übernachtungsplätzen in der Natur wieder ein Stück dichter geknüpft.

Camp in Grimbach ist zehn Kilometer entfernt

Der Standort ist der achte im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. „Das nächstgelegene Camp ist Grimbach im Baden-Badener Stadtwald. Die Wegstrecke dorthin beträgt rund zehn Kilometer. Wer es sportlicher mag, kann auch 17 Kilometer weiter bis zum Camp Seibelseckle marschieren.“

Mit der aktuellen Buchungssituation zeigt sich Yvonne Flesch sehr zufrieden: „Mittlerweile sind die Lager komplett ausgebucht“. Die Camps können von Mai bis Ende Oktober benutzt werden.

Pfarrer Thomas Holler, Hausherr im Heiligenwald, meinte, dieser Wald sei mehr als eine Nutzfläche: „Für mich ist Natur nicht nur ein Naherholungsraum, sondern auch Schöpfung Gottes.“ Diese gelte es zu achten und zu schützen.

Voranmeldung ist Pflicht für Aufenthalt im Trekking-Camp Schwarzenbach

Normalerweise verirrt sich hierher niemand, obwohl dieses topfebene Plätzchen, halb so groß wie ein Tennisfeld, gar nicht so weit weg ist von der Schwarzenbach-Talsperre. Dass diese reizvolle Naturidylle ein wenig versteckt liegt und beim Anmarsch kein Hinweisschild den Weg weist, ist beabsichtigt.

Nur Vorangemeldete dürfen hier eine Nacht unter freiem Himmel verbringen. Die genaue Ortsangabe des Trekking-Camps erhält man erst bei der Online-Buchung.

Das Nachtlager mit einer rustikalen Sitzgruppe um die Feuerstelle ist kein Campingplatz und nicht mit dem Auto zu erreichen. Zelt, Verpflegung, Getränke und Toilettenartikel sind selbst mitzubringen. Im nahen Toilettenhäuschen kann die Notdurft verrichtet werden und der kleine Spiegel an der Wand hat schon was von Luxus.

Ankunft im Trekking-Camp Schwarzenbach

Die Ankunft auf den Trekkingplatz kann ab 18 Uhr am Tag der Übernachtung erfolgen. Bis 9 Uhr am nächsten Morgen muss der Platz geräumt sein. Für mehr als drei Zelte mit je drei Personen ist kein Platz.

Über www.trekkingschwarzwald.de können die Camps gebucht werden. Eine Übernachtung kostet zwölf Euro pro Nacht und Zelt.

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