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Corona verhindert Ausreise

Weisenbach wartet auf einen Pfarrer aus Uganda und drei Ordensschwestern aus Indien

Wegen einer Ausgangssperre können die indischen Sankt-Anna-Schwestern nicht ausreisen. Auch Pfarrer Kiggundu aus Uganda wollte nach Forbach-Weisenbach kommen, aber Corona lässt ihn nicht.

Gut besucht ist die kath. Kirche in Forbach besonders an Feiertagen und Erstkommunionfeiern. Doch zu Zeiten von Corona greift auch im Kirchenschiff die Hygienevorschrift und es muss Abstand gehalten werden. Foto: Reinhold Bauer

Sie werden bereits sehnsüchtig von der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach erwartet, die drei indischen Ordensschwestern, aber auch Pfarrer Kiggundu aus Uganda. Doch die Corona-Pandemie verhindert aktuell ihre Anwesenheit.

Pfarrer Thomas Holler kennt die Hintergründe: „Die Sankt-Anna-Schwestern aus Chennai am Bengalischen Golf, Glora Mary Arokiyam, Jacqueline Mary Rayappan und Shaiji Merlin Selvaraj, sollten eigentlich schon Ende Juni hier sein. Sie hocken quasi auf gepackten Koffern, aber Indien befindet sich derzeit im sechsten Lockdown und deshalb ist es nicht absehbar, wann sie letztendlich zu uns kommen können.“ Tatsächlich hatte Indien, neben den USA, über den Monatswechsel September/Oktober eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

Die Voraussetzungen wären alle erfüllt, jetzt ist es eine Frage der Bürokratie.
Thomas Holler, Leiter der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach

Der Leiter der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach ergänzt: „Sie haben alles, um ein Visum zu beantragen. Aber zunächst muss erst einmal die Ausgangssperre wieder aufgehoben werden, dann brauchen sie einen Termin im Generalkonsulat. Die Voraussetzungen wären alle erfüllt, jetzt ist es eine Frage der Bürokratie.“ Pfarrer Holler ist in ständigem telefonischem Austausch mit den Schwestern und sie halten sich gegenseitig auf dem Laufenden. Beabsichtigt ist, dass die drei Nonnen eine Sprachschule besuchen und in der Seelsorgeeinheit, der katholischen Sozialstation und im Kindergarten mitarbeiten.

Es gibt wieder Flüge von Uganda – aber nicht in die EU

Ebenfalls in den Sternen seht, ob Professor Kiggundu über Weihnachten hier sein kann. „Nach jetzigem Stand kann er nicht da sein, wobei es eine ganz kleine Hoffnung gibt, denn seit Oktober sind wieder Flüge aus Uganda möglich. Allerdings leider noch nicht in die Europäische Union“ weiß Pfarrer Holler. Es besteht aber die Hoffnung, dass der indische Pater Stanley James wiederkommen kann.

Möglich ist das, weil James in Belgien studiert und schon mehrmals, zuletzt im August, als Vertretung in Weisenbach war. „Er kommt nach Allerheiligen und wird mich für eine Woche vertreten. Auch über Weihnachten wird er hier sein, falls Belgien nicht zum Risikogebiet wird“, sagt Thomas Holler. Auch wenn Kiggundu über Weihnachten käme, würde Pater James hier sein. „Um so besser, wenn wir zu dritt wären, dann könnten wir die Zahl der Gottesdienste erhöhen“, freut sich der Priester.

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