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Peter Koch sieht auch das neue Gesetz kritisch

Gaggenauer Heimleiter fordert Systemwechsel in der Pflege

Peter Koch, Geschäftsführer der Gaggenauer Altenhilfe, fordert die Abkehr von der Profitorientierung im Gesundheitswesen. Das neue Gesetz, das 20.000 zusätzliche Pflegehilfskräfte in die Heime bringen soll, sieht er kritisch.

Skeptisch mit Blick auf das neue Gesetz: Bundesweit sollen 20.000 neue Pflegehilfskräfte in die Heime kommen - die gibt aber der Arbeitsmarkt gar nicht her, sagt Peter Koch. Foto: G.Modlich DENKwirkstatt

Optimismus hört sich anders an. Mit Spannung verfolgt Peter Koch, erfahrener Geschäftsführer der Gaggenauer Altenhilfe und Vorsitzender des Pflegebündnisses Mittelbaden, das aktuelle Gesetzgebungsverfahren in Berlin.

Das Pflegeverbesserungsgesetz sieht bundesweit 20.000 zusätzliche Stellen für Hilfskräfte in der stationären Altenpflege vor, um die personelle Situation spürbar zu verbessern. Es soll zum Jahresbeginn 2021 in Kraft treten. Und hat den Leitsatz: Wenn wir mehr Hilfskräfte haben, sind auch die Fachkräfte entlastet. Nur: Woher sollen die Neuen kommen, fragt sich Koch.

Denn der Arbeitsmarkt gebe diese große Zahl einfach nicht her. Koch, der in Gaggenau drei Seniorenheime und einen großen Ambulanten Dienst leitet, verweist auf die Erfahrung mit dem Vorgänger von 2019, dem Pflegepersonalstärkungsgesetz: „Es ist zu befürchten, dass wir hier ähnliche Misserfolge erleben wie bei den 13.000 Fachkraftstellen, von denen im Frühjahr lediglich 2.600 besetzt waren, Tendenz sinkend.“

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