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Positive Bilanz bei Impfambulanz

Die Corona-Zahlen in Gaggenau sind alarmierend

Der Inzidenzwert der Stadt Gaggenau liegt deutlich über dem des Landkreises Rastatt. Doch die Zahl ist bereits rückläufig. Am vergangenen Montag hatte Gaggenau einen noch höheren Wert.

Schwierige Lage: Gaggenau hatte vergangene Woche eine Inzidenz von 740. Wie präsent die Pandemie ist, zeigt sich auch an der großen Nachfrage im Testzentrum in der Jahnhalle. Foto: Adrian Mahler

Alarmierende Corona-Zahlen in Gaggenau: Die Inzidenz der Stadt bewegt sich derzeit deutlich über dem Wert des Landkreises Rastatt. Das teilte der Gaggenauer Ordnungsamtsleiter Dieter Spannagel in der Gemeinderatssitzung mit.

Die Stadt verzeichne am Montag eine Inzidenz (Zahl der Neuinfizierten innerhalb von sieben Tagen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) von 620. Damit liege die Stadt nicht nur deutlich über den Werten des Landkreises Rastatt (549,8), sondern auch über den Inzidenzen des Stadtkreises Baden-Baden (387,7), des Landes Baden-Württemberg (533,2) und der Bundesrepublik Deutschland (442,1).

Im Vergleich zu vergangener Woche sind die Zahlen in Gaggenau aber etwas rückläufig. Zum Vergleich: Am vergangenen Montag lag die Inzidenz laut Mitteilung der Stadtverwaltung noch bei 740. Auch in der Bundesrepublik sei die Kurve in den vergangenen Tagen etwas abgeflacht, betonte Spannagel in seinem Corona-Sachstandsbericht. Im Landkreis Rastatt dagegen steige die Zahl der Corona-Fälle seit zwei Tagen wieder stark an. „Wir werden die Alarmstufe so schnell nicht verlassen“, erklärte Spannagel.

Nur 250 freie Intensivbetten

Auch anhand der Intensivbettenbelegung in Baden-Württemberg zeigte er, wie ernst die Lage ist. Nach aktuellem Stand seien 2.015 Intensivbetten belegt und nur 250 frei, sagte Spannagel.

Mit der Notfallreserve stünden zusätzlich 1.029 Plätze zur Verfügung. Das seien Betten, die im Notfall zu Intensivbetten umfunktioniert werden können, erklärte Spannagel. Doch er betonte: „Das Verhältnis zwischen freien und belegten Plätzen ist besorgniserregend.“

Um die Impfungen voranzutreiben, hat der Landkreis Rastatt Impfambulanzen eingerichtet – auch im Gaggenauer Ortsteil Bad Rotenfels. In der dortigen Festhalle öffnete die Ambulanz vergangenen Mittwoch. Bis einschließlich Samstag vergangener Woche haben sich laut Spannagel dort rund 1.000 Menschen impfen lassen.

Außerdem seien in den beiden weiteren Impfambulanzen im Landkreis im gleichen Zeitraum 1.500 Menschen geimpft worden. Neben dem Rossi-Haus in Rastatt wird auch die Reblandhalle in Bühl-Altschweier für die Aktion genutzt.

Die Einrichtung der Ambulanzen sei wegen des kurzen Vorlaufs ein Kraftakt gewesen, sagte Spannagel. „Die Impfungen in Bad Rotenfels sind trotz Anfangsschwierigkeiten aber gut angelaufen“. Diese bestanden darin, dass der Server vor der Eröffnung am Mittwoch in die Knie ging, weil die Nachfrage bei der Online-Anmeldung so groß war. Das technische Problem sei zwar mittlerweile beseitigt.

Überblick über die aktuellen Corona-Regeln

„Bei der Anmeldung für einen Impftermin muss man aber nach wie vor Geduld haben“, erklärte Spannagel. Interessenten sollten einfach dranbleiben, um einen Termin für eine Impfung mit Biontech oder Moderna zu bekommen. Im Rossi-Haus in Rastatt wird auch Johnson&Johnson als Impfstoff angeboten.

Schließlich gab Spannagel einen Überblick über die neue Corona-Verordnung. Er sagte: „Die Regeln wurden nochmal verschärft.“ So seien Weihnachtsmärkte in der derzeitigen Alarmstufe II gar nicht mehr erlaubt. Während etwa in Baden-Baden und Rastatt die Märkte bereits abgebaut worden seien, könnten die Buden am Gaggenauer Rathaus aber weiterhin stehen bleiben.

Der Adventszauber ohne Glühweinverkauf und lediglich mit Speisen zum Mitnehmen gelte nach wie vor als Wochenmarkt und damit als Teil der Grundversorgung.

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