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Mehr Normalität im Unterricht

Albert-Schweitzer-Gymnasium Gernsbach startet mit Optimismus ins neue Schuljahr

Der erste Schultag ist in vielen Schulen mit Spannung erwartet worden – auch im Gernsbacher Albert-Schweitzer-Gymnasium. Schulleiter Stefan Beil ist zuversichtlich, dass es ein besseres Jahr werden wird als das vergangene. Immerhin sind sämtliche Lehrer gegen Corona geimpft.

Schulleiter Stefan Beil zeigt eine der neu beschafften Luftfilteranlagen. Foto: Swantje Huse

Es ist wieder ein Stück mehr Normalität ins Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) eingekehrt. Zwar spielen Maskenpflicht, Schnelltests und Abstandsregeln nach wie vor eine große Rolle – Einbahnstraßenschilder und andere Wegmarkierungen sind allerdings aus den Fluren und von den Treppen verschwunden.

„Wir starten in das neue Schuljahr mit Zuversicht“, sagt auch Schulleiter Stefan Beil. 371 Schüler haben am Montag das neue Schuljahr begonnen. Am Nachmittag sind zusätzlich die 55 neuen Fünftklässler in zwei getrennten kleinen Feiern eingeschult worden.

Augenmerk liegt auch auf der sozio-emotionalen Ebene

Doch nicht nur im Schulhaus, sondern auch bei den Angeboten rund um den regulären Stundenplan zeichnet sich deutlich mehr Normalität für die Schüler ab: Von den 17 Arbeitsgemeinschaften, die es in Vor-Corona-Zeiten gab und die während des letzten Schuljahrs teilweise ausgefallen sind oder nur mit großem organisatorischen Aufwand angeboten werden konnten, finden wieder alle statt.

Auch in Sachen Klassenfahrten ist Schulleiter Beil optimistisch. Das Schullandheim für die Klassen 6 ist fest geplant und auch die Studienfahrt in der Oberstufe steht – allerdings nur innerhalb Deutschlands. „Fahrten ins Ausland sind bis Februar 2022 verboten“, erklärt Beil.

Fahrten ins Ausland sind bis Februar 2022 verboten.
Stefan Beil, Schulleiter Albert-Schweitzer-Gymnasium Gernsbach

Der Schulleiter ist froh, solche Angebote, die über den reinen Unterricht hinaus gehen, endlich wieder machen zu können. Gerade die sozial-emotionale Komponente sei in den Monaten des Wechsel- und Online-Unterrichts zu kurz gekommen. „Es ist wichtig, dass wir das jetzt im Auge haben und fördern.“

Corona ist dennoch nicht aus der Schule verschwunden

Dennoch: Corona spielt auch im neuen Schuljahr weiterhin eine Rolle. So hat der erste Schultag am Montag mit der Testung aller Schüler vor dem Unterricht begonnen – derzeit zwei Mal pro Woche, ab dem 27. September sind drei Tests pro Woche Pflicht. Bis Ende nächster Woche gilt auch noch die Maskenpflicht während des Unterrichts. Wie es danach aussieht, ist derzeit noch offen.

Wir sind bei 100 Prozent Impfquote unter den Lehrern.
Stefan Beil, Schulleiter ASG

Zu den fünf CO2-Messgeräten, die das Gymnasium bereits im vergangenen Schuljahr angeschafft hat, sind jetzt noch fünf Luftfilteranlagen dazugekommen. Finanziert hat sie die Schule über das Corona-Budget, das ihr zugeteilt wurde und nicht über die neuen Förderprogramme von Land und Bund.

Im Einsatz sind sie allerdings nocht nicht. „Wir haben festgestellt, dass sich unsere Räume sehr gut lüften lassen“, erklärt Beil. Zwei der Filter sind deshalb für das Lehrerzimmer und drei für die Mensa vorgesehen – wo sich das Lüften gerade in der kalten Jahreszeit schwierig gestalte. „Bei 14 Grad, dick eingemummelt und trotzdem frierend, hat niemand Lust zu essen.“ Auf die Mensa verzichten will die Schule aber nicht – eben wegen der sozialen Kontakte für die Schüler.

Bisher gab es keine Infektionen in der Schule

Grundsätzlich ist das ASG bisher gut durch die Pandemie gekommen, sagt der Schulleiter und klopft drei Mal auf den hölzernen Tisch, an dem er sitzt. Zwar habe es positive Testungen in der Schule gegeben.

„Aber bei allen war der anschließende PCR-Test negativ.“ Und: „Wir hatten bisher keinen Fall, bei dem sich ein Schüler in der Schule angesteckt hat.“ Und obwohl Lehrer noch nicht verpflichtet sind, ihren Impfstatus offenzulegen, kann Beil eine Impfquote verkünden, von der die Politik nur träumt: „Wir sind bei 100 Prozent.“

Förderung für Schüler läuft während des Schuljahrs weiter

Gelitten haben Schüler und Lehrer dennoch – nicht nur menschlich. 35 Schüler haben am Ende der Ferien die Lernbrücken-Förderung besucht. Doppelt so viele hätten es theoretisch sein können, so Beil. Es sei aber schwierig gewesen, überhaupt Lehrkräfte zu finden. „Wir merken, dass die Kollegen ein hartes Jahr hatten.“

Die Bereitschaft, zwei Wochen Ferienzeit zu opfern, sei nicht so groß gewesen wie im Vorjahr. Um Schüler mit Lerndefiziten auch während des Schuljahrs zu fördern, hat das Land jetzt das Programm „Lernen mit Rückenwind“ konzipiert. Zusätzlich zur traditionellen Förderung, die das ASG sowieso für die Unterstufe anbietet, soll es jetzt auch Angebote für die Stufen 7 bis 10 geben. Starten wird das Programm aber erst nach den Herbstferien im November.

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