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Hotspot der Lärmbelästigung

EnBW testet Überwachungskameras auf dem Gernsbacher Salmenplatz

Der Salmenplatz in Gernsbach gilt als Hotspot für Ruhestörung und Vandalismus. Seit August 2019 testet EnBW dort eine Überwachungstechnik, die Personen nur als farbige Flächen aufzeichnet. Das bisherige Fazit fällt positiv aus.

Menschen als Schatten: Das Überwachungssystem der EnBW soll den Datenschutz gewährleisten. Eine Künstliche Intelligenz meldet besondere Vorkommnisse an die Alarmempfangsstelle. Foto: Clemens von Walzel

Zwei Spezialkameras haben den Salmenplatz in Gernsbach seit August 2019 im Blick. Die EnBW testet dort das Sicherheitssystem „Safe Places“. Bei dem Pilotprojekt werden Menschen und auch Fahrzeuge nur als farbige Flächen aufgezeichnet, Klarbilder gibt es aus Datenschutzgründen nicht. „Das System ist also für die Strafverfolgung nicht geeignet“, sagt der Projekt-Ingenieur Ayhan Sönmez im BNN-Gespräch. Man könne keine Personen oder Kleidung erkennen. Merkmale wie Alter und Geschlecht könne das System ebenfalls nicht analysieren, auch Tonaufnahmen würden keine gemacht.

Die Spezialkameras in Gernsbach sind laut Sönmez nur in der Nacht von 22 Uhr bis 6 Uhr aktiv. Eine ist am Rathaus und die andere an einem Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befestigt. Wenn dort ein gewisser Lärmpegel überschritten wird und eine größere Zahl an Menschen unterwegs ist, erkennt das eine Künstliche Intelligenz. Das System meldet den Vorfall in der Alarmempfangsstelle der EnBW in Karlsruhe.

Die Mitarbeiter der Empfangsstelle entscheiden zunächst, ob sie einen Vorfall an die Polizei weitergeben. Einen möglichen Einsatz koordinieren nach Sönmez Aussage dann die Ordnungshüter. „Die letzte Instanz ist immer ein Mensch – nicht die Maschine“, erklärt Ansgar Gauf, ebenfalls Projekt-Ingenieur.

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