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Hitzesommer

„Muss das sein?“: Leser ärgert sich über Wasserverbrauch in Gernsbacher Einkaufsladen

Während es hinter einem Lebensmittelmarkt in Gernsbach vor Nässe nur so trieft, fragt sich ein BNN-Leser: Wieso tropft es dort - und warum wird in diesen Zeiten nichts dagegen unternommen?

Munter tropft bei Hitze das Wasser aus der Kühlanlage beim Lebensmittelmarkt Rewe in Gernsbach.
Munter tropft bei Hitze das Wasser aus der Kühlanlage beim Lebensmittelmarkt Rewe in Gernsbach. Foto: Hartmut Metz

Ein Leser hat sich zum Wassermangel im Hitzesommer seine Gedanken gemacht: Einerseits betrachtete er die buchstäblich ausgebrannte „Blumenwiese“ am Fußgänger-Bahnübergang Gernsbach-Mitte. Dort mangelt es an Wasser, um die farbige Pracht sprießen zu lassen.

Dagegen scheint es in einem Einkaufsmarkt in der Gernsbacher Schwarzwaldstraße Wasser im Überfluss zu geben, stellte der Leser fest. Die Anlage auf der Rückseite des Rewe-Lebensmittelmarkts arbeitete aufgrund der Bullenhitze auf Hochtouren.

Schwitzt da eine Klimaanlage unter der Volllast? Wasser tropft zuhauf an der Rückseite des Lebensmittelmarkts direkt hinab oder über die Wand und sammelt sich auf dem Boden.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Liter Wasser – reichen 100? – dort allein pro Tag im wahrsten Sinne des Wortes ,verbraten’ werden.
BNN-Leser über den Wasserverbrauch eines Lebensmittelmarkts

„Muss das sein?“, fragte sich der Leser angesichts des Wassermangels und ergänzte: „Ich möchte nicht wissen, wie viele Liter Wasser – reichen 100? – dort allein pro Tag im wahrsten Sinne des Wortes ,verbraten’ werden. Technisch bestimmt notwendig, da sonst die Klimaanlage heiß läuft, aber hätte man das Wasser nicht irgendwie auffangen und der Natur zurückgeben können?“

Ein berechtigtes Ansinnen. Beim Gespräch mit einem Rewe-Mitarbeiter kristallisierte sich indes heraus, dass es sich bei der Anlage auf der Rückseite des Rewe-Ladens nicht um eine Klimaanlage handelt, sondern um die Kühlanlage.

Der Mitarbeiter des Lebensmittelmarkts hofft auf kühleres Wetter – und dass der Regen auf den Boden prasselt statt des Wassers. Bei extremen Außentemperaturen muss kaltes Leitungswasser auf die Lamellen des Wärmetauschers gespritzt werden, damit die Kühlanlage nicht ausfällt.

Eine andere Möglichkeit, als die Kühlanlage unter Volldampf laufen zu lassen, sieht der Angestellte nicht: „Die einzige Alternative wäre, die Kühlung auszuschalten, aber das würde unsere Lebensmittel verderben lassen – und das wäre auch kein praktizierter Umweltschutz“, betont der Rewe-Mitarbeiter angesichts der unersprießlichen Wahl zwischen Skylla und Charybdis.

Aktuell gibt es Pläne für einen neuen Rewe in Gernsbach, bis dieser eröffnet, wird es aber noch dauern.

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