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Infozentrum-Bilanz 2022

Müll und wilde Camper bleiben ein Problem auf dem Kaltenbronn

Das Infozentrum Kaltenbronn zieht eine gemischte Bilanz aus 2022. Die Besucherzahl liegt nach wie vor deutlich unter dem Vor-Corona-Wert.

Infozentrum Kaltenbronn Außenansicht
Wegen einer Straßensperrung ist der Kaltenbronn seit Monaten nur auf Umwegen zu erreichen. Das schlägt sich auch in Zahlen des Infozentrums nieder. Foto: Adrian Mahler

Das Infozentrum Kaltenbronn hat rund ein Drittel der Veranstaltungen in diesem Jahr absagen müssen. Ursprünglich waren 104 geführte Wanderungen, Vorträge und Co vorgesehen. Doch letztlich fanden nur 72 Veranstaltungen im Jahresprogramm statt – mit insgesamt rund 800 Teilnehmern.

Das berichtete die Leiterin des Infozentrums Kristina Schreier bei der diesjährigen Verbandsversammlung der Einrichtung am Mittwoch. „Bei Veranstaltungen, die wir absagen mussten, gab es zu wenige Teilnehmer“, erklärte sie. Der Vergleich mit 2021 zeigt: Damals waren es zwar nur 62 Veranstaltungen, aber 900 Teilnehmer.

Die niedrigere Teilnehmerzahl in diesem Jahr erklärte Schreier wie folgt: „Man hat eindeutig die Straßensperrung seit April gemerkt.“ Das habe einige Besucher von einem Besuch abgehalten. „Das war natürlich schade.“ Beziehungsweise „ist“: Die L76b zwischen Gernsbach-Reichental und dem Kaltenbronn wird nach wie vor saniert. Laut Schreier soll sie aber voraussichtlich am Dienstag wieder öffnen.

Gebuchte Veranstaltungen für Schulen sind auf dem Kaltenbronn wieder stärker gefragt

Bei den frei gebuchten Veranstaltungen – etwa in Kooperation mit Naturparkschulen – gehe derweil der Trend nach dem Corona-geprägten Vorjahr wieder nach oben.

Schreier sagte, dass an 70 naturpädagogischen Veranstaltungen 2022 über 1.600 Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren teilgenommen hätten – davon 46 Schulklassen und 16 Kindergartengruppen. Zum Vergleich: 2021 waren es 57 naturpädagogische Veranstaltungen mit 700 Kindern.

Trotzdem hat Corona auch 2022 Spuren hinterlassen, wie Schreier berichtete. „Vor Corona hatten wir in der Dauerausstellung jährlich rund dreimal so viele Besucher wie jetzt.“ 2022 waren es ihrer Aussage 1.100. „Möglicherweise braucht es künftig neue Konzepte.“

Die Sonderausstellung „ZUKUNFT MOOR!“ ist bis Ostern im Infozentrum Kaltenbronn zu sehen.
Die Sonderausstellung „Zukunft Moor!“ ist noch bis Ostern im Infozentrum Kaltenbronn zu sehen. Foto: Foto Renate Fischer/Infozentrum

Die seit 16 Jahren laufende Ausstellung komme aber weiterhin sehr gut bei den Menschen an. Das Gleiche gelte für die Sonderausstellung „Zukunft Moor!“, die noch bis Ostern 2023 bestehen und dann von der Sonderausstellung „Klima & mo(o)re“ abgelöst werden soll.

Besucher im Naturpark gehen oft respektlos mit der Natur um

Im Anschluss kam Schreier auf ein altbekanntes Problem zu sprechen: „Wir kämpfen weiterhin mit dem vielen Müll, den die Besucher auf dem Kaltenbronn hinterlassen. Das Thema begleitet uns das ganze Jahr.“ Und zeuge von respektlosem Umgang mit der Natur. Außerdem gebe es weiterhin Probleme mit Wildcampern und offenen Feuerstellen.

Schließlich stimmten die Mitglieder einstimmig der Haushaltssatzung 2023 zu, die Gernsbachs Kämmerer Benedikt Lang kurz erläutert hatte. Der Ergebnishaushalt sieht Aufwendungen und Erträge in Höhe von jeweils 253.100 Euro vor.

Die Betriebskostenumlage, der von den Städten Gernsbach und Bad Wildbad jeweils zu 42 Prozent und von der Gemeinde Enzklösterle zu 16 Prozent zu tragen ist, beträgt voraussichtlich 138.400 Euro.

Am Ende der Versammlung verabschiedete der Verbandsvorsitzende, der Gernsbacher Bürgermeister Julian Christ (SPD), Thomas Lachnicht als Schriftführer des Zweckverbands mit einem Präsent und dankenden Worten. Der Noch-Hauptamtsleiter in Gernsbach blickt einer neuen Aufgabe als Bürgermeister in Rheinmünster entgegen.

Lachnicht: „Ich bleibe dem Kaltenbronn treu und werde als Tagestourist weiterhin hierher kommen.“

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