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Weder Kündigungen noch Kurzarbeit

Kartonhersteller Mayr Melnhof investiert im Murgtal trotz Corona-Krise kräftig

Der Kartonhersteller Mayr-Melnhof kommt gut durch die Corona-Krise und baut auf den Standort im Murgtal. In Obertsrot sollen Produktivität und Umweltschutz ausgebaut werden.

Krisensicher: In der Corona-Krise kann der Kartonhersteller Mayr-Melnhof in Gernsbach-Obertsrot rund 360 Arbeitsplätze erhalten. Foto: Karl-Heinz Fischer

Von Karl-Heinz Fischer

Der Kartonhersteller Mayr-Melnhof kommt bisher offenbar gut durch die Corona-Krise. Weder Kurzarbeit noch betriebsbedingte Kündigungen stehen an. Im Gegenteil, in das Werk in Obertsrot, das Kartonverpackungen aus Altpapier für Konsumgüter herstellt, wird kräftig investiert, wie die Konzernzentrale in Wien mitteilt. Bereits im September sollen mehrere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen realisiert werden.

Optimiertes Produktionssystem und effizientere Wasseraufbereitung

„Im Vordergrund stehen die Qualität der Produkte und der Schutz der Umwelt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei geht es zum einen um den Einbau eines neuen Kalanders, der die Oberflächeneigenschaften der Produkte erhöhen soll. Kalander sind Produktionssysteme, die nicht nur bei der Papier- und Kartonherstellung verwendet werden, sondern auch bei der Produktion von Folien aus Kunststoff, Gummi oder sogar aus Metall.

Zum anderen wird die Wasseraufbereitungsanlage in großem Umfang umgestaltet werden, so dass sie für größere Produktionsmengen ausreicht. Als dritte Maßnahme schließlich soll die Energieeffizienz des Kraftwerks gesteigert werden, das bereits „jetzt die ab 2025 verbindlichen Emissionsgrenzwerte verlässlich“ einhalte, wie der Konzern erklärt.

Mayr-Melnhof sichert 360 Arbeitsplätze

Thomas Schmidt, Standortleiter im Werk Obertsrot, hat Ortsvorsteher Walter Schmeiser bereits im April über die geplante Investition informiert. Schmeiser freut sich über die Pläne, weil sie den Standort und die Arbeitsplätze für die rund 360 Beschäftigten sichern. Außerdem verspricht er sich von der Investition eine Verringerung der Lärm- und Geruchsbelästigung, die von dem Werk ausgeht. Gerade in jüngster Zeit habe es von Bürgern wieder verstärkt Beschwerden über die Lärm- und Geruchsemmissionen gegeben.

Mit Schmidt hatte der Ortsvorsteher vereinbart, die Informationen über die geplanten Investitionen dem Ortschaftsrat nur in nichtöffentlicher Sitzung weiter zu geben. Dies ist inzwischen geschehen und auch die Ortschaftsräte haben sich nach Auskunft Schmeisers positiv zu dem Vorhaben geäußert.

Dazu, in welcher Größenordnung sich die Investitionen bewegen werden, wollten weder der Ortsvorsteher noch der Pressesprecher von Mayr-Melnhof in Wien etwas sagen, vielmehr beschränkte sich letzterer auf das Statement: „Das Werk in Gernsbach ist mit diesen Investitionen in Qualität sowie dem effizienten und verantwortungsvollen Ressourceneinsatz zukunftsstark aufgestellt.“

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