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„Neue Horizonte“

Künstler Arturo Laime aus Gernsbach zeigt seine Galerie in einer virtuellen Ausstellung

Künstler können in der Corona-Pandemie weiter arbeiten, aber die Werke nur schwer präsentieren. Der peruanische Künstler Arturo Laime aus Gernsbach bietet deshalb eine virtuelle Ausstellung.

Der aus Peru stammende Künstler Arturo Laime veranstaltete im Sommer die „Tage der offenen Fenster“ und stellt nun online aus. Foto: Sigrid Preuss-Fieting

Not macht erfinderisch, setzt Ideen und Energien frei. Das trifft jedenfalls bei Arturo Laime zu, einem Künstler aus Peru, den die Liebe nach Gernsbach zog, wo er im März 2020 geheiratet hat.

Hier hat er Heimat gefunden und hier hat er in Sachen Kunst schon einiges bewegt – man denke an die „Tage der offenen Fenster“ im Sommer 2020, bei dem Künstler ihre Werke in Gernsbacher Schaufenstern ausstellten. Wozu die meisten Menschen Jahre benötigen, gelang ihm sozusagen im Handumdrehen.

Sein Geheimnis ist, nicht darauf zu warten, dass jemand auf ihn zukommt. Nein, er geht auf die Menschen zu und überrascht sie mit außergewöhnlichen, aber umsetzbaren Ideen.

Rundgang durch eine virtuelle Galerie

„Viele dürfen nicht mehr arbeiten, müssen coronabedingt ihre Geschäfte schließen. Wir Künstler aber können arbeiten. Wir müssen nur Ideen entwickeln, wie wir unsere Arbeiten präsentieren können“, lacht der charismatische Künstler, der die moderne Technologie nutzt, um seine aktuelle Online-Kunstausstellung „Neue Horizonte“ vorzustellen. Interessierte haben auf arturolaime.de/aktuell/neue-horizonte/ die Möglichkeit, einen Rundgang durch eine virtuelle Galerie zu unternehmen.

„Im Januar habe ich bereits begonnen zu planen, mich auf ein Programm fokussiert. Es war zeitaufwändig, aber es ist gelungen“, begeistert sich der tatkräftige Kunstschaffende, der körperliche Arbeit nicht scheut. So nahm er während des Lockdowns 2020 einen Nebenjob als Holzfäller in den Wäldern auf dem Kaltenbronn an und hackte Holz. In einem seiner Bilder hat er sich als Holzfäller porträtiert.

Eine abwechslungsreiche Bandbreite seiner Werke ist zu sehen. Die Sujets, so unterschiedlich sie auch sind, sprechen alle eine Sprache, nämlich die der Heimatverbundenheit. Vital und ehrlich kommen die erzählenden Farbkaskaden daher. Arturo Laime, der in Lima Kunst studierte, fand im Schwarzwald das, was er in seiner Heimat zurückgelassen hat, Amazonien.

Seit 2013 ist Arturo Laime in Deutschland

In Peru arbeitete er sehr engagiert viele Jahre in einem ökosozialen Projekt, das zum Schutz der Natur, aber vor allem zum Schutz von Frauen und Kindern gegründet wurde. Ein Hochwasser im Jahre 2012 zerstörte die Urwald-Lodge und die Arbeit wurde aufgegeben. Im Jahr 2013 kam Arturo Laime nach Frankfurt, lernte Deutsch, gab Kunstunterricht und zog 2020 weiter ins Murgtal.

Wieder in der Nähe des Waldes zu leben, ist eine wunderbare Erfahrung.
Arturo Laime, Künstler

Hier im Schwarzwald leben zu können, betrachtet der Naturfreund als Glück und Inspiration. „Wieder in der Nähe des Waldes zu leben ist eine wunderbare Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin“, sagt Laime. Seine Arbeiten weisen in komplexer Manier auf die Schönheiten der Fauna und Flora in der Schwarzwaldregion hin, die ihn Woche für Woche zu neuen Entdeckungstouren animiert.

So finden sich in seiner Malerei die Farben der Wälder, die romantischen Ensembles der Gemeinden, die Menschen, ihre Traditionen und nicht zuletzt die zahlreichen sagenhaften Mythen der Region wieder.

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