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Mitten im Corona-Lockdown

Neue Gaststätte in Gernsbach: Aus dem „Grammophon“ wird „La Piazza“

In diesen Zeiten eine Gaststätte zu eröffnen, ist mutig. Warum Omar Wahidi diesen Schritt trotz Lockdowns geht und wie die ersten Tage liefen, verrät der Gastronom den BNN.

Mutiger Gastronom: Omar Wahidi macht aus dem Gernsbacher „Grammophon“ das „La Piazza“. Foto: Manfred Fieting

Aus dem „Grammophon“ wird „La Piazza“: Seit rund vier Wochen hat Omar Wahidi die Gaststätte „Grammophon“ im Hochhaus an der Gottlieb-Klumpp-Straße von Rolf Zimmermann übernommen und bietet Mittagessen to go an.

Hunger leiden wegen geschlossener Gaststätten infolge der Corona-Pandemie muss in Gernsbach und Umgebung also niemand. Nach telefonischer Bestellung können frisch zubereiteten Pizzas, Pasta und Salate abgeholt und gemütlich in häuslicher Umgebung genossen werden.

Täglich steht von 11 bis 13.30 Uhr und von 16 bis 23 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen durchgehend hat Omar Wahidi das Fenster seiner Gastwirtschaft offen und reicht das bestellte Essen hinaus. Zum 1. Januar hat der Restaurant-Fachmann sein Gewerbe angemeldet und verkündet zufrieden: „Es läuft gut, sogar von Forbach kommen einige Kunden regelmäßig“.

Wahidi kam mit 9 Jahren nach Deutschland

Omar Wahidi ist vor 30 Jahren als damals Neunjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen und fand in Bietigheim eine neue, friedliche Heimat. Hier besuchte er die Schule und arbeitete anschließend in einer italienischen Gastwirtschaft in Steinmauern. Durch einen guten Bekannten erfuhr er Ende vergangenen Jahres, dass Rolf Zimmermann in Gernsbach sein Restaurant „Grammophon“ abgeben wollte und setzte sich mit ihm in Verbindung.

Schnell wurde man sich handelseinig, im Laufe dieses Jahres würde Omar Wahidi das Restaurant gern kaufen. Ganz schön mutig in Corona-Zeiten, müssen doch die Gaststätten voraussichtlich bis Ende dieses Jahres geschlossen bleiben. „Ohne Wagnis kein Gewinn“, verkündet er optimistisch und meint lakonisch: „Das ganze Leben ist ein Risiko“.

Start läuft trotz Corona gut

Doch sein Geschäft scheint kein Risiko zu sein, es läuft nach eigenem Bekunden sehr gut. So gut, dass er neben seinen beiden italienischen Köchen sogar auf der Suche nach einem weiteren Pizza-Bäcker ist.

Übrigens: Ralf Zimmermann hat den ehemaligen Plus-Markt im Kelterhochhaus seinerzeit eigenhändig zu einem gemütlichen Gasthaus umgebaut und vier Jahre lang betrieben. Neben seinem Café auf der anderen Seite des Hochhauses. Auch das Café bewirtschaftet er nicht mehr, mit seinen derzeit 67 Jahren möchte er nun mit seiner Familie den Ruhestand genießen.

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