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Strafbefehl erlassen

Fußballtrainer aus Gernsbach soll 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt haben

Ein 61-jähriger Trainer einer Fußballmannschaft für Mädchen soll eine 14-jährige Spielerin zweimal sexuell belästigt haben. Zu den Übergriffen kam es laut Amtsgericht in einer Umkleidekabine.

Ort der Verhandlung: Ein genauer Termin steht im Amtsgericht Gernsbach noch nicht fest. Das Vergehen des 61-jährigen Manns aus Gernsbach kann eine Freiheitsstrafe zwischen sechs und zwölf Monaten auf Bewährung bedeuten. Foto: Thomas Dorscheid

Ein 61-jähriger Mann aus Gernsbach muss sich wegen eines Sexualdelikts vor dem Amtsgericht Gernsbach verantworten. Der ehrenamtliche Trainer einer Fußballmannschaft für Mädchen soll im August und September 2020 eine 14-jährige Spielerin sexuell belästigt haben.

Zu den zwei Vorfällen sei es in einer Umkleidekabine gekommen, sagt Amtsgerichtsdirektor Ekkhart Koch auf BNN-Anfrage. Seiner Aussage nach kann das Vergehen eine Freiheitsstrafe zwischen sechs und zwölf Monaten auf Bewährung bedeuten. Der Angeklagte hat über seinen Verteidiger Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt.

Bevor dieser erlassen wurde, ermittelte die Staatsanwaltschaft Baden-Baden nach eigenen Angaben bis Ende März 2021. Ekkhart Koch berichtet, dass auch andere Mädchen aus der Fußballmannschaft befragt wurden. „Dabei sind keine weiteren Vorfälle ans Licht getreten“, sagt er.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich der Angeklagte mehr als zweimal an dem Mädchen verging. Ob es sich möglicherweise sogar um eine versuchte Vergewaltigung handelte, zeige sich bei der öffentlichen Verhandlung. Laut Koch steht noch kein Termin fest.

Stadt Gernsbach stellt Beschuldigten vom Dienst frei

Die Stadt Gernsbach hat den Beschuldigten, der im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, im vergangen Jahr unverzüglich freigestellt. Die mutmaßlich betroffene Schülerin offenbarte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mitschülerinnen und dann einer Sozialarbeiterin.

Diese wirkte darauf hin, dass die Eltern die Polizei informierten. Der Beschuldigte wurde 2020 vorläufig festgenommen, nach seiner Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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