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Maske muss nicht sein

So gehen Jugendhäuser in Gaggenau und Gernsbach mit der Corona-Krise um

Die Jugendhäuser in Gaggenau und Gernsbach dürfen wieder Besucher empfangen - aber nur unter strikten Corona-Auflagen. Die sind bei warmen Außentemperaturen aber leichter einzuhalten.

Regeln einhalten: Sozialpädagoge Mathias Winter vom Jugendhaus Gernsbach hat ein Auge auf die Corona-Vorgaben. Foto: Sigrid Preuss-Fieting

Von Siegrid Preuss-Fieting

Das Jugendhaus in der Schwarzwaldstraße, ein offener Treff für Kinder und Jugendliche, ist nach monatelanger, coronabedingter Schließung seit dem 14. Juli wieder geöffnet. Ein Grillfest mit Lagerfeuer am 24. Juli begeisterte die Jugendlichen, die nicht nur zum Feiern erschienen, sondern auch beim Auf- und späteren Abbau mithalfen oder Salate zubereiteten. Stadtjugendreferent und Sozialpädagoge Mathias Winter berichtet, dass die Coronaverordnungen strikt eingehalten werden.

Sportangebot und Betreuung kommen nicht zu kurz

Mehr als zwanzig Besucher dürfen das Gebäude mit dem kleinen Außenbereich nicht betreten. Die gute Wetterlage macht es möglich, verstärkt den Freiluftbereich zu nutzen, was das Infektionsrisiko verringert. Am Eingang haben sich die Gäste mit voller Adresse einzutragen und die Hände zu desinfizieren, Maskenpflicht besteht nicht. In den bunt bemalten Räumen können die jungen Leute nach Belieben chillen, abhängen oder Musik hören. Wer es sportlich liebt kann Tischtennisbälle schmettern, Billardkugeln stoßen, die Frisbeescheibe oder die Boulekugeln werfen.

Auch beratend steht Mathias Winter den Kindern und Jugendlichen zur Seite. Häufige Themen sind Stress mit Freunden, Eltern oder in der Schule. Nicht selten steht auch die Frage im Raum, was mache ich nach der Schule, wie soll es weitergehen? Neben Mathias Winter ist auch Friedemann Roth im Jugendhaus tätig. Beide sind sich einig, dass die Regeln des Jugendschutzgesetzes konsequent eingehalten werden müssen.

Der Fokus liegt auf Mitmenschlichkeit und gutem Sozialverhalten. Beschimpfungen, Erniedrigungen oder gar Gewalt werden nicht toleriert. Die Liste der berechtigten Verbote ist lang. Rassismus, Sexismus und andere tendenziell menschenfeindliche Verhaltensweisen sind ein absolutes Tabu. Viel Erfahrung und Kontinuität ist erforderlich, um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen und erfolgreiche, pädagogische Beziehungsarbeit leisten zu können, berichtet Mathias Winter.

Der „Chill Raum” in Gaggenau bleibt geschlossen

Ganz ähnlich sind die Regularien, wie Hände desinfizieren, Namen und Adressen hinterlassen, auch im Jugend-Familien-Zentrum (JuFaz) in Gaggenau, wie von der Leiterin Laura Kolsch zu erfahren war. Mit Desinfektionsmitteln seien sie von Seiten der Stadt und einer Gaggenauer Apotheke gut ausgestattet. Die Jugendlichen haben zu den Mitarbeitern die 1,5 Meter-Abstandspflicht einzuhalten, unter den jungen Leuten gilt „nur“ eine Abstandsempfehlung. Masken sind bei den Angestellten immer zur Hand, falls der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Für die Jugend besteht keine Maskenpflicht Spielgeräte wie Billard, Kicker und dergleichen mehr, werden von den Mitarbeitern nach jeder Benutzung desinfiziert. Verschiedene Räume, wie beispielsweise der beliebte „Chill Raum“ bleibt im Moment geschlossen, weil ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Insgesamt ist Laura Kolsch der Ansicht, dass die jungen Leute verantwortungsvoll mit der Situation umgehen.

Die Besucherfrequenz ist unterschiedlich. Es gibt Tage, da schaut niemand rein, an anderen Tagen herrscht ein reges Kommen und Gehen. In den Sommerferien ist die JuFaz bis zum 21.08. täglich von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Die Mitarbeiter sind sehr gespannt, wie sich die Besucherzahlen nach den Sommerferien entwickeln werden und was sich im Hinblick auf neue Corona- Verordnungen ergeben wird.

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