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Verhandlung am Amtsgericht Gernsbach

Trainer einer Mädchenmannschaft aus dem Murgtal wegen sexueller Belästigung angeklagt

Ein Murgtäler muss sich wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung verantworten. Das Amtsgericht Gernsbach hat zwei Verhandlungstage vorgesehen.

Vor dem Amtsgericht Gernsbach wird an zwei Prozesstagen der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen den Trainer einer Mädchenmannschaft verhandelt. Foto: Jürgen Gerbig

Wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung muss sich ein Murgtäler vor dem Amtsgericht Gernsbach verantworten. Für die öffentliche Hauptverhandlung sind laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Baden-Baden zwei Termine angesetzt worden: Am Dienstag, 10. August, um neun Uhr beginnt das Verfahren; es wird am Dienstag, 17. August, ab 13.30 Uhr im Verhandlungsraum des Amtsgerichts fortgesetzt. Zu den Terminen sind insgesamt acht Zeugen geladen.

Zu der Verhandlung kommt es deshalb, weil der Angeklagte über seinen Verteidiger im Frühjahr Einspruch gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts Gernsbach eingelegt hat; nunmehr ist über die Vorwürfe in einer Hauptverhandlung zu befinden.

Der ehrenamtliche Trainer einer Mädchen-Fußballmannschaft soll im August und September 2020 eine 14-jährige Spielerin sexuell belästigt haben. Dabei soll es sich um zwei Vorfälle in einer Umkleidekabine handeln.

Die mutmaßlich betroffene Schülern offenbarte sich nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft Baden-Baden zuerst Mitschülerinnen und dann einer Schulsozialarbeiterin. Die habe darauf hingewirkt, dass die Eltern des Mädchens die Polizei informierten; damit kam das Verfahren in Gang.

Direkter Kontakt unterbunden

Das Kriminalkommissariat hatte im Vorjahr zunächst Maßnahmen eingeleitet, um weitere Kontakte des Beschuldigten mit dem Mädchen zu unterbinden. Der Mann war zunächst festgenommen, nach seiner Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Im Zuge der Ermittlungen sind auch weitere Mädchen aus der Fußballmannschaft befragt worden. Dabei seien aber keine weiteren Vorfälle ans Licht getreten, sagte Amtsgerichtsdirektor Ekkhart Koch im April – nach dem Abschluss der Ermittlungen – gegenüber den BNN.

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