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Verhandlungen mit der Stadt

Wie geht es beim Kirchl in Gernsbach-Obertsrot weiter?

Der Verein Kultur im Kirchl Obertsrot verhandelt mit der Stadt Gernsbach einen neuen Überlassungsvertrag für die St. Erhard-Kapelle.

Club-Atmosphäre im Kirchl.
Club-Atmosphäre und die Nähe zu den Künstlern zeichnen das Kirchl aus – wie hier bei einem Auftritt von Bitter Green. Foto: Dagmar Uebel

Der Förderkreis St. Erhard-Kapelle Obertsrot löst sich zum 31. Dezember 2023 auf. In der am 1. Januar 2024 beginnenden einjährigen Liquidationsphase werden die laufenden Aktivitäten des Vereins beendet, ausstehende Forderungen eingetrieben und etwaige Gläubiger ausgezahlt.

St. Erhard-Kapelle: Förderkreis löst sich zum Jahresende auf

Das haben die Mitglieder des am 8. Juni 2000 gegründeten Förderkreises bereits im März dieses Jahres beschlossen. Der Verein hat seinen Vereinszweck, das denkmalgeschützte Gebäude im Herzen Obertsrots zu erhalten, erreicht. Er hat es sogar geschafft, das Kleinod mit kulturellem Leben zu füllen. Seit Jahren schon ist es als „kleines Festspielhäusl“ in der Region etabliert und bei Künstlern – vor allem Musikern – beliebt.

Um das Programm kümmert sich ein eigens gegründeter Kulturverein. Er steht nun vor der Aufgabe, die Zukunft des Kirchls als Veranstaltungsort ohne den Förderkreis zu sichern. Letzterer verfügt über einen Überlassungsvertrag mit der Stadt Gernsbach. Sie ist Eigentümerin der Immobilie.

Kirchl: Kulturverein zählt aktuell 174 Mitglieder

Durch die Auflösung des Förderkreises muss dieser Vertrag, gerade auch vor dem Hintergrund gestiegener Energiekosten, jetzt neu ausgehandelt werden. Die Verhandlungen soll die Vorstandschaft des Kulturvereins mit der Stadtverwaltung Gernsbach führen. Das haben die Mitglieder des Vereins bei der jüngsten Jahreshauptversammlung beschlossen.

Bei dieser zeigte sich Vorsitzender Michael Görtler von der Resonanz enttäuscht. Nicht einmal 20 von 174 Vereinsmitgliedern waren gekommen. Sie bestätigten Görtler als Vorsitzenden genauso wie seine Stellvertreterin Jutta Mast. Auch Wolfgang Lang (Kassierer), Gabi Pfirrmann-Müller (Schriftführerin) und Cordula Ebert (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) wurden wiedergewählt.

Kulturverein Obertsrot sucht Kooperationen

Annette Eckert, Heidemarie Fellmoser, Cornelia Fischer, Leo Herz, Günther Huber, Reiner Irth, Vlado Kisljak und Peter Ruhr bilden das Beisitzer-Team. Jutta Mast informierte darüber, dass der Veranstaltungskalender für das Jahr 2024 mit 22 Veranstaltungen schon nahezu komplett gefüllt ist. Sogar für das Jahr 2025 liegen schon Anmeldungen vor.

Ob künftig wieder kleine, klassische Konzerte im Kirchl stattfinden, ist offen. Gute Kontakte zur Musikschule Murgtal bestünden. Und neue Verbindungen zur Musikhochschule Karlsruhe sollen geknüpft werden. Das sei wichtig, um Jugendlichen und Kindern ein Podium zur eigenen künstlerischen Betätigung zu bieten, hieß es bei der Versammlung.

Bei dieser war auch der Wunsch nach neuen Mitgliedern unüberhörbar. Görtler äußerte zudem die Hoffnung, dass der Verein Kultur im Kirchl Obertsrot und die Kulturgemeinde Gernsbach künftig stärker kooperieren. Er betonte allerdings, dass beide Gruppierungen „auf jeden Fall eigenständig bleiben werden“.

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