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Silvester im Murgtal

In Gernsbach, Gaggenau und Loffenau können Bürger selbst über Feuerwerk entscheiden

Während die große Politik noch diskutiert, wie der Jahreswechsel aussehen soll, haben sich die Kommunen im Murgtal bereits entschieden.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Das Feuerwerk beim Gernsbacher Altstadtfest aus dem Jahr 2017. Foto: Bauer

Sollten Böller und Feuerwerk verboten werden? Im Hinblick auf bereits gut gefüllte Intensivstationen aufgrund der Corona-Pandemie und einer entsprechenden Auslastung des Gesundheitssystems, standen bereits Überlegungen im Raum in diesem Jahr das Silvesterfeuerwerk zu verbieten. Doch dazu konnte sich die Politik nun doch nicht durchringen. Wie sieht es im Murgtal aus, wie stehen die Kommunen zu Silvester-Feiern und -Feuerwerk im Corona-Jahr? Wir haben nachgefragt.

In Gernsbach gab es zum Jahreswechsel seitens der Stadt noch nie ein offizielles Feuerwerk, betont Petra Rheinschmidt-Bender aus der städtischen Pressestelle, das werde sich auch in diesem Jahr nicht ändern. Von Seiten der Stadt sei bisher nicht geplant, Regelungen im Hinblick auf Corona sowie bezüglich Lärm oder Feinstaub zu treffen. „Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger nicht bevormunden und denke, dass jeder für sich selbst entscheiden kann und sollte, wie er mit diesem Thema umgeht“, so Bürgermeister Julian Christ.

Bürgermeister von Loffenau hofft auf bundesweite Regelung

„Wir hatten in Gaggenau noch nie ein offizielles Silvester-Feuerwerk. Deshalb müssen wir das auch nicht absagen“, erklärt Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt Gaggenau. Was die privaten Feuerwerke anbelangt sei es sinnvoll, wenn diese Frage bundesweit einheitlich geregelt werde. „In dieser besonderen Zeit, außergewöhnlichen Zeit können wir nicht weit vorausplanen“, findet Markus Burger, Bürgermeister der Gemeinde Loffenau. Der Rahmen, wie Silvester verbracht und gefeiert werden könne, werde von den Regeln der Corona-Verordnung vorgegeben, die abhängig vom Infektionsgeschehen seien. Er sehe jedoch keinen Grund für Loffenau privates Feuerwerk zu verbieten, wenn es dazu keine Bundes- oder Landesregelung gebe.

Die Gemeinde Weisenbach beobachte sehr genau den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, sagt Bürgermeister Daniel Retsch. Die Gemeindeverwaltung werde, sofern hier Maßnahmen erforderlich werden sollten, entsprechend reagieren.

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