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Eingeschränkte Wiedereröffnung

Ins Murgana-Bad in Gaggenau dürfen nur 25 Besucher gleichzeitig

Viele Schwimmbäder haben seit dem Corona-Lockdown bereits wieder eröffnet. Auch für das Gaggenauer Murgana-Bad heißt es jetzt endlich: Wasser marsch - allerdings mit Einschränkungen. Die Besucherzahl ist begrenzt und alles was „sprudelt und spritzt” bleibt geschlossen.

Noch leer: Bis zur Wiedereröffnung am 16. September wird das Becken wieder gefüllt. Foto: Joachim Kocher

Von Joachim Kocher

Seit Mitte März dieses Jahres hat das Murgana Hallenbad im Zentrum der Stadt coronabedingt geschlossen. Wie Manfred Schnaible von der städtischen Bäderverwaltung betont, soll das Murgana nunmehr wieder am Mittwoch, 16. September, geöffnet werden.

Ein Betrieb wie vor Corona, wird jedoch nicht möglich und weit davon entfernt sein. Noch in dieser Woche wird das Becken des Murgana mit rund 700 Kubikmeter Wasser befüllt.

Schnaible gab im Gespräch mit den BNN zu verstehen, dass ein Schul- und Vereinsschwimmen parallel zum öffentlichen Betrieb nicht möglich sein wird. Daher werde das Bad an zwei Tagen komplett und an zwei Tagen jeweils halbtags für die Öffentlichkeit geschlossen sein.

30 Besucher im Nichtschwimmerbecken dürften nur stehen, nicht schwimmen

Maximal dürfen sich nach Aussage von Schnaible zeitlich lediglich 25 Besucher im Hallenbad aufhalten. Nach der Landesverordnung für Bäder, so Manfred Schnaible, stünden im Nichtschwimmerbereich vier Quadratmeter für einen Besucher des Bades zur Verfügung.

Die Regeln des Landes, so der Vertreter der städtischen Bäderverwaltung, sind jedoch zu großzügig ausgelegt. Dies würde bedeuten, dass sich im Nichtschwimmerbecken gleichzeitig 30 Besucher aufhalten könnten, die jedoch nur stehen, und nicht schwimmen könnten. „Bei uns kommt daher die Landesverordnung für Schwimmbecken zur Anwendung“.

Murganabad: Das Becken wird mit 700 Kubikmeter Wasser gefüllt zur Neueröffnung nach der coronabedingten Schließung Foto: Joachim Kocher

Hierbei stehen Badegäste im Becken zehn Quadratmeter zur Verfügung und gleichzeitig können sich 25 Personen im Becken aufhalten. „Geschwommen muss in einem Art Kreisverkehr. Jeder Badegast muss außerdem darauf achten, dass er einen Abstand von 1,50 Meter zu einem Vordermann einhält und dass es zu keinem Gegenverkehr kommt“.

Nicht zur Verfügung steht das Kinderbecken und der Whirlpool, wobei Schnaible auf eine mögliche Aerosolbildung verwies. Verzichtet wird bis auf Weiteres auf das Babyschwimmen und die Wassergymnastik.

Der Vertreter der städtischen Bäderabteilung machte deutlich, dass alles was „sprudelt und spritz“, geschlossen bleiben muss. Ausgenommen hiervon ist lediglich der Duschbereich. Dennoch werden einigen Duschen gesperrt, um den notwendigen Abstand zu erreichen.

Öffnungszeiten werden geändert

Wegen der Einschränkungen soll es bei den Öffnungszeiten zu zeitlichen Veränderungen kommen. So soll probeweise ein Schwimmen von 6.30 bis 21 Uhr und sonntags bis 20 Uhr angeboten werden. Eine zeitliche Begrenzung für den Badegast werde es jedoch nicht geben, sagte Schnaible.

Durchschnittlich halten sich Badegäste im Murgana zwischen eineinhalb und zwei Stunden auf. In Freibädern dagegen sehe es anders aus. Hier verbringen Badegäste oft den ganzen Tag. Das Murgana ist jedoch ein Sport- und kein Freizeitbad. Zwischen 100 und 140 Badebesucher pro Tag sind im Murgana daher nach Wiedereröffnung denkbar, betonte Schnaible.

Wie der Vertreter der Stadtverwaltung ferner betonte, ist die Wiedereröffnung des Murgana mit einem größeren organisatorischen und personellen Aufwand verbunden. Ähnlich wie bei Freibädern oder Gaststätten muss der Besucher seine Kontaktdaten angeben, so dass er notfalls schnell ausfindig gemacht werden kann.

Hierfür wird ein Mitarbeiter erforderlich sein, der außerdem kontrolliert, dass nicht mehr als 25 Personen zeitlich sich im Hallenbad aufhalten. „Cirka drei Mitarbeiter benötigen wir mehr als vor Corona. Zwei davon werden als Aufsicht im Schwimmbeckenbereich eingesetzt. Die Mitarbeiter stehen uns zur Verfügung, da wir aufgrund der geplanten Eröffnung des Waldseebades im kommenden Jahr bereits Mitarbeiter eingestellt haben“.

Wir hoffen, dass es aufgrund der aktuellen Situation nicht erneut zu weiteren Einschränkungen kommt, sagte Manfred Schnaible abschließend.

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