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Jedes Teil zählt

Katholische Frauengemeinschaft in Gaggenau setzt mit Puzzle-Aktion ein Zeichen

Die Frauen der katholischen Seelsorgeeinheit Gaggenau wollen mit einer Puzzle-Aktion den Zusammenhalt in Corona-Zeiten stärken.

Stück für Stück: Mit der Zeit sollen die Puzzle-Teile wieder aus allen Richtungen zusammenfinden. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Etwas aus Einzelteilen zusammensetzen, ein Symbol schaffen für die Gemeinschaft, das war die Basis für eine Aktion, mit der die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) erst einmal ans Zerstückeln ging.

Ein Bild vom eigenen Gotteshaus wurde kurzerhand in ein Puzzle verwandelt, um Stück für Stück an die Mitglieder verschickt zu werden. 150 kleine Teile gingen zusammen mit einem Brief an die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft St. Josef, ganze 170 an die von St. Laurentius. Auf den Weg gingen die Einzelteile jeweils mit einem einfühlsamen Anschreiben. Jedes Mitglied ist gefragt ein Stück zur Wiedervervollständigung des Puzzles beizutragen, seinen Anteil an dem Bild zurückzubringen in die Kirche, damit dort am 16. Oktober ein vollständiges Bild präsentiert werden kann.

Rund die Hälfte der Stücke ist bereits „heimgekehrt“ in die Gotteshäuser und stimmt das Leitungsteam optimistisch. „Nicht jedem ist es möglich vorbeizukommen“, weiß Teamleiterin Inge Knöller und bietet für Notfälle auch einen Abholservice an.

Am 16. Oktober sollen die Bilder fertig sein

Hinter der Aktion verbirgt sich ein symbolischer Akt, der über die Zeit hinwegtrösten soll, in der so vieles nicht möglich ist, in der Corona für die Trennung der Menschen sorgt. Das ist bei weitem nicht die erste Aktion, die die beiden Frauengemeinschaften seit Ausbruch der Pandemie angestoßen haben. So wurden in Bad Rotenfels bereits Masken genäht und verschickt, während die Gaggenauer außergewöhnliche Lesezeichen herstellten und an ihre Mitglieder weitergaben.

Doch das ging vielen jetzt nicht mehr weit genug. So haben die beiden Frauengemeinschaften die Puzzleaktion entwickelt, um nicht nur das Miteinander, sondern auch die Bindung zu ihrer Kirche wieder zu stärken. „Fühl Dich umarmt, liebe Freundin!“, lautet die Botschaft, die damit verbunden ist.

Jetzt fiebern die Initiatorinnen gemeinsam dem 16. Oktober entgegen, der zeigen wird, ob alle Teile den Weg zurückgefunden haben. An diesem Tag wird es in beiden Kirchen einen Gottesdienst geben und damit das Ende der Aktion besiegelt, die bei weitem nicht die letzte Aktivität der beiden Frauengemeinschaften sein wird. „Das bedeutet, dass die fehlenden Teile bereits vorher platziert werden müssen“, ist Inge Knöller vorsichtig optimistisch.

Doch damit ist noch lange nicht genug. „Für den November planen wir einen Kuchenstand außerhalb der Kirche.“ Die Rotenfelser feilen dagegen an einer adventlichen Veranstaltung. Beide Gruppierungen wollen sich dabei gegenseitig unterstützen.

Nun wollen sich die kreativen Frauen Gedanken darüber machen, was sie in den kommenden Wochen möglich machen können.

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