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Präventionsteam seit Beginn der Pandemie

Lebenshilfe im Murgtal hat hohe Corona-Impfquote erreicht

Die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal zieht eine positive Bilanz ihrer Corona-Maßnahmen in den Murgtal-Werkstätten und Wohngemeinschaften. Die Impfquote liegt bei den Menschen mit Behinderung bei 85 Prozent, beim Personal beträgt sie 95 Prozent.

Begrüßung in Zeiten von Corona: Remus Oancea und Anna Schäfer heißen sich in der Werkstatt der Lebenshilfe in Gaggenau-Ottenau willkommen. Foto: Ronja Falkenberg

„Wir sind sehr dankbar, dass die Impfbereitschaft bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so hoch ist“, wird der Vorsitzende der Lebenshilfe, Hasso Schmidt-Schmiedebach, zitiert. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 verzeichnete die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal insgesamt elf Erkrankungen und 40 Personen, die in Quarantäne gingen.

Ende Januar 2021 schrieb die Lebenshilfe einen „Brandbrief“ an die politischen Entscheidungsträger im Landkreis Rastatt, in dem um eine Änderung der damals festgelegten Impfprioritäten gebeten wurde. Begründung: Aufgrund der nicht zu vermeidenden Kontakte, der Tätigkeitsstruktur und der Fahrlinien bestehe organisatorisch ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Menschen mit Behinderung.

Warten auf die mobilen Impfteams

Ende Februar 2021 sei die Impfberechtigung auf Menschen mit Behinderungen und die Beschäftigten in Einrichtungen der Lebenshilfe erweitert worden. „Nach dieser Änderung erhielten noch im selben Monat alle Mitarbeiter der Lebenshilfe Bescheinigungen, um Impftermine in den Kreisimpfzentren zu vereinbaren. Ein nicht leichtes Unterfangen, insbesondere für Menschen mit Unterstützungsbedarf“, beschreibt die Lebenshilfe den weiteren Ablauf.

Es folgten zeitgleich Anfragen an den Landkreis zur Einsatzplanung der mobilen Impfteams, verbunden mit dem Angebot, die Impfungen selbst mit ehrenamtlich tätigen Ärzten durchzuführen. „Leider war eine Durchführung unter Eigenregie nicht möglich, und die mobilen Impfteams waren gemäß der Priorität zunächst in den Alten- und Pflegeheimen des Landkreises unterwegs“, erläutert Schmidt-Schmiedebach die Wartezeit.

Gespritzt wird Biontech

Der erste Einsatz eines mobilen Impfteams habe am 16. April im Ilse-Grundermann-Haus in Gaggenau stattgefunden. Es folgten weitere drei Impfeinsätze im Wohnbereich. Am 21. Mai konnte im Richard-Kunze-Haus in Rastatt-Niederbühl mit den Zweitimpfungen der Großteil der Impfungen im Wohnbereich abgeschlossen werden. Für Personen, die an den vorherigen Impftagen keine Impfung erhalten konnten, wurde ein Zusatztermin in den Werkstätten vereinbart.

Die Erstimpfungen der Werkstattmitarbeiter durch den Einsatz mobiler Impfteams fanden am 29. April, 3. Mai. und am 21. Mai statt. Die Zweitimpfungen für die meisten Mitarbeiter wurden am 25. Mai abgeschlossen. Ein weiterer Termin für die Zweitimpfungen ist am Freitag, 11. Juni. Der eingesetzte Impfstoff ist Biontech.

Ein Corona-Präventions-Team, das aus Mitgliedern aller Unternehmensbereiche und einem Mitglied des Betriebsrates besteht, sei bereits im Februar 2020 zusammengestellt worden, also gleich zu Beginn der Pandemie. Hier würden alle wichtigen Informationen aus dem Gesamtunternehmen zur Corona-Lage zusammengeführt und alle wesentlichen Entscheidungen getroffen.

Isolierstation eingerichtet

Die Lebenshilfe spricht von einem breit gefächerten Sicherheitskonzept: Es gebe flächendeckend Desinfektionsmittel, Spuckschutzwände in Sprinter-Bussen, regelmäßige Desinfektionen, Fiebermessungen vor Arbeitsbeginn, Datenerfassung und Testungen von Besuchern, teilweise Plexiglaswände an Arbeitsplätzen, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden können, medizinische oder FFP2-Masten für Mitarbeiter und Personal, Schulungen von Menschen mit Behinderung und Mittagessen in Schichten. „Die Maßnahmen sind meist weitgehender als die Corona-Verordnung des Landes vorschreibt.“

Für den Fall von Erkrankungen sei in einem Gebäude mit separiertem Eingang eine Isolierstation eingerichtet worden. Seit Dezember 2020 habe die Lebenshilfe eigene Schnell-Test-Teams im Einsatz, die regelmäßige, aber auch außerplanmäßige Schnelltestungen durchführen.

„Trotz aller Maßnahmen können wir keine Gewähr dafür geben, dass sich bei uns das Virus nicht verbreitet. Leider hatten auch wir in unseren Einrichtungen Corona-Erkrankungen oder Quarantänesituationen. Hierbei reagierten wir sehr schnell gemäß den Auflagen und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt“, betont der Vorsitzende Hasso Schmidt-Schmiedebach.

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