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Ab 1. November

Die Postfiliale in Loffenau schließt wegen Personalmangels vorübergehend

Das Provisorium der Post in der ehemaligen Sparkasse ist wegen Personalmangels nach dem 31. Oktober geschlossen. Die Post sucht aber für Loffenau eine neue Lösung.

Tasche eines Briefträgers
Die Post-Filiale in Loffenau muss wegen Personalmangels bis auf weiteres schließen. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe/dpa

Seit September 2021 betreibt die Post im ehemaligen Gebäude der Sparkasse Rastatt-Gernsbach in der Lautenbacher Straße eine Übergangsfiliale in Loffenau. Aufgrund von Personalmangel muss der Standort nun nach dem 31. Oktober vorübergehend geschlossen werden. Das bestätigt die Deutsche Post DHL Group auf Anfrage dieser Redaktion.

„Wir suchen unter Hochdruck nach neuen Mitarbeitern. Sobald wir neue Mitarbeiter gefunden haben, wird die Filiale wieder schnellstmöglich geöffnet“, versichert Sonja Radojicic. Sie ist bei der Post Leiterin der regionalen Kommunikation Süd.

Ein konkretes Datum könne sie für die anvisierte Wiedereröffnung aber derzeit nicht nennen: „Unser Ziel ist es, einen dauerhaften Filialpartner zu finden.“ Interessenten können sich laut Radojicic per E-Mail an vl-freiburg@ deutschepost.de wenden. Die nächstgelegenen Ausweichstandorte sind die Filialen und Packstationen in Gernsbach, Gaggenau oder Bad Herrenalb.

In Loffenau war die Post-Filiale zuletzt auch im Landmarkt Gießler untergebracht

Bei den Filialen, Paketshops und Verkaufspunkten kooperiere die Deutsche Post seit Mitte der 1990er-Jahre mit Partnern vor allem aus dem Einzelhandel, zum Beispiel mit Schreibwarenläden oder Lebensmittelhändlern – wie zuvor in Loffenau im ehemaligen Landmarkt Gießler.

Die Zusammenarbeit mit Partnern bringe spürbare Serviceverbesserungen für die Kunden, wie etwa eine deutliche Erweiterung der Öffnungszeiten von früher durchschnittlich 18 Wochenstunden im Jahr 1990 auf heute rund 55 Wochenstunden, erklärt Radojicic.

Der jährliche Kundenmonitor, eine branchenübergreifende Studie zur Kundenorientierung, bestätige, dass über 94 Prozent der Kunden mit den Partner-Filialen der Post im Einzelhandel zufrieden seien.

Auch für die Partner habe das Modell Vorteile: Das Angebot von Postdienstleistungen bringe dem örtlichen Einzelhandel Frequenz und damit zusätzliche Umsätze, weil Konsumenten neben den Postdienstleistungen auch andere Waren und Dienstleistungen erwerben. Damit leiste das Modell einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Einzelhandels in den Städten und Gemeinden.

Bürgermeister Markus Burger forderte zuletzt bei der Post eine Filiale für Loffenau ein

Eine solche Lösung strebe die Post auch künftig für die Gemeinde Loffenau an. Diese fordert mit Nachdruck, dass die Post ihrer Verpflichtung nach der Postuniversaldienstleistungsverordnung nachzukommen habe.

Bürgermeister Markus Burger hat sich nach Bekanntwerden der Filialschließung an die Deutsche Post gewandt und darauf hingewiesen, dass sie in einer Gemeinde ab 2.000 Einwohnern eine Filiale zu betreiben habe. Loffenau hat aktuell 2.589 Einwohner (Stand Juni 2022).

Universaldienstleistungen sind ein Mindestangebot an Postdienstleistungen, die flächendeckend in einer bestimmten Qualität und zu einem erschwinglichen Preis erbracht werden.

Dazu zählt Angaben der Bundesnetzagentur auch das Filialnetz: „Bundesweit müssen mindestens 12.000 Filialen vorhanden sein. Diese dürfen auch als Agenturen in Einzelhandelsgeschäften betrieben werden. In Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern muss es mindestens eine Filiale geben. Ab 4.000 Einwohnern muss eine Filiale in zusammenhängend bebauten Gebieten in maximal 2.000 Metern erreichbar sein.“

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