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Pächter nicht erreichbar

Lokal in Gaggenau: Gerüchteküche um „Spritz“ brodelt

Was ist mit dem "Spritz" in Gaggenau los? Auf Facebook wird derzeit über das Restaurant und dessen Zukunft diskutiert. Normalerweise müsste das "Spritz" seit zwei Wochen wieder geöffnet haben, aber die Pächter sind seit Tagen nicht erreichbar.

Markantes Gebäude: Das „Spritz“ besitzt eine moderne Architektur. Doch schon der vorherige Pächter hatte Schwierigkeiten, sich zu etablieren. Foto: None

Hat das „Spritz“ noch geöffnet oder nicht? Auf Facebook diskutieren Nutzer seit Wochen lebhaft über die Zukunft des Gaggenauer Restaurants. Die Pächterin Mary Pirracchio, die das Lokal gemeinsam mit ihrem Ehemann Mirko Ambrosio führt, hatte im sozialen Netzwerk zunächst erklärt, es sei wegen eines einwöchigen Urlaubes geschlossen. Demnach müsste das Restaurant aber seit zwei Wochen wieder geöffnet haben. Tatsächlich sind die Pächter seit Tagen nicht erreichbar. So hatte die Stadt nach Aufkommen der Gerüchte vergeblich versucht, das Paar zu kontaktieren. Auch den BNN gelang dies am Montag nicht.

Man wolle den Restaurant-Standort in jedem Fall erhalten, betonte Pressesprecherin Judith Feuerer. Deshalb suche die Wirtschaftsförderung weiterhin den Kontakt. Ein Aushang, der auf eine Schließung hinweist, wurde nicht angebracht. Auch die Facebook-Seite des Restaurants existiert nicht mehr.

Feier wird verlegt

Nach BNN-Informationen hatte eine Frau bereits ihre Hochzeit im „Spritz“ geplant. Sie hatte bislang keinen Kontakt zu den Pächtern und verlegt ihre Feier nach eigenen Angaben deshalb in eine andere Gaststätte. Vor der Eröffnung des „Spritz“ hatte Ambrosio als Koch bei der Pizzeria „Casa Rustica“ in Hörden gearbeitet. Dort hieß es auf Nachfrage, er befinde sich nicht mehr in Deutschland.

Vorbesitzer war kein Glück beschieden

Wie die BNN erfuhren, wurde zuletzt Kritik an den Preisen des „Spritz“ laut. Die mediterrane Gastronomie hatte im Juli 2018 eröffnet. Zuvor war das Gebäude fünf Monate lang leergestanden, nachdem der Vorbesitzer das „Glasshouse“ geschlossen hatte. Dessen Probleme waren vor allem wirtschaftlicher Natur, weil der Gastronomiebetrieb hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Auch damals kam die Schließung unerwartet: Im Februar 2018 standen Gäste trotz Reservierung vor verschlossenen Türen.

Gebäude in Murglandschaft eingebettet

Durch die städtische Sanierungsmaßnahme „Gaggenau-Innenstadt Nord“ war ein markantes Gebäude entstanden, das für mehr Aufenthaltsqualität rund um das Murgtal-Center sorgen sollte. Es ist in die Murglandschaft eingebettet und warf seinerzeit bei Pirracchio die Frage auf, weshalb es nicht genutzt wurde. Das Ehepaar stand schon zu Beginn vor der großen Herausforderung, auch in den Wintermonaten ausreichend Gäste anzulocken. Nur im Sommer kann die Terrasse mit Murgblick genutzt werden.

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