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Von Barock bis Rock

Facettenreiche Matinee: Musikschule Gaggenau feiert 50-jähriges Bestehen

Die Schule für Musik und darstellende Kunst Gaggenau ist 1973 gegründet worden. Bei der feierlichen Matinee am Sonntag standen nicht nur musikalische Auftritte auf dem Programm.

Ein Orchester spielt auf einer Bühne.
Das Schulorchester präsentiert bei der Matinee unter anderem Musik von Georg Friedrich Händel. Foto: Adrian Mahler

Das Jubiläumsjahr ist eröffnet: Mit einer rund zweistündigen Matinee in der Jahnhalle feierte die Schule für Musik und darstellende Kunst Gaggenau am Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen. Nach dem Motto „Von Barock bis Rock“ präsentierten Schüler und Lehrer ein facettenreiches Programm – in einer vollen Jahnhalle.

Großer Applaus brandete gleich zu Beginn auf, als ein Blechbläserensemble die Komposition „Rigaudon“ von André Campra spielte und kurz darauf ein Streicherensemble die mitreißende, unverkennbare Melodie des „Canon in D“ von Johann Pachelbel erklingen ließ. „Das ist ein echter Gassenhauer des Barock“, sagte der Musikschulleiter Oliver Grote in seiner Rede.

Musikschule besteht seit dem 1. Oktober 1973

Dann versprach er, „euch nicht mit geschichtlichen Details zu langweilen“. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, kurz auf das Gründungsjahr 1973 der Musikschule zu blicken. Am 1. Oktober wurde der Vorläufer, die Jugendmusikschule Gaggenau, aus der Taufe gehoben. „Damals war ich noch im dunklen Sauerland und hatte von Gaggenau noch nichts gehört“, betonte Grote.

Mittlerweile seit mehr als 15 Jahren dort zu unterrichten, sei ein besonderes Privileg. Als zentrales Ziel sieht Grote weiterhin, die Begeisterung für Musik und Kunst an andere Menschen weiterzugeben.

Auch die ganz Kleinen treten bei der Matinee auf

Dass das gelingt, zeigte allein der Auftritt der ganz Kleinen: Die Kinder der musikalischen Früherziehung führten den „Löffeltanz“ vor und sangen etwa von Nudel- und Erbsensuppe. Das musikalische Gericht der Musikschule am Sonntag umfasste auch das Querflötenensemble, das „Dance of Fire“ von Joachim Johow spielte.

Bei der Matinee ebenfalls nicht fehlen durfte das Schulorchester. Dieses verzauberte die Zuschauer mit den schönen und majestätischen Klängen der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Das Schulorchester lieferte zudem beim „Norwegischen Tanz Nr. 3“ die musikalische Basis für die Ballettgruppe. Die Tänzerinnen bewegten sich dazu elegant und federleicht über die Bühne.

Doch nicht nur Musik und Tanz standen auf dem Programm: Die Theatergruppe zeigte eine humorvolle Variante von Shakespeares „Sommernachtstraum“. Bekiffte Elfen im Zauberwald oder eine Schauspielerin, die eine Mauer spielte: Die Aufführung löste zahlreiche Lacher aus.

Später erklang in der Jahnhalle auch der mehrstimmige Gesang des Vokalensembles zum Klassiker „Thank You For The Music“. Dass zuvor ein Blockflötenensemble den Bon-Jovi-Hit „It’s My Life“ präsentiert hatte, griff Oberbürgermeister Michael Pfeiffer (parteilos) schließlich in seiner Rede auf. „So etwas hätte ich als Kind auch gern auf der Blockflöte gelernt“, sagte er und lachte.

OB Pfeiffer: Musikschule hat „enorme Wichtigkeit“ für Gaggenau

Er betonte auch die „enorme Wichtigkeit“ der Musikschule für Gaggenau. Rund 650 Schüler bekämen dort in verschiedensten Fächern Unterricht von 36 Lehrern. „Die Musikschule bereichert das Zusammenleben und allgemein das kulturelle Leben in unserer Stadt enorm“, sagte Pfeiffer. „Sie ist nicht mehr wegzudenken.“

Und was wäre denn eine Matinee der Musikschule ohne einen Auftritt der Lehrerband Teacher’s Cream? Sie rundete das Programm mit rockigen Nummern wie „Jump“ von Van Halen ab. Somit schloss sich der Kreis – von Barock bis Rock.

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