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Verkehrsunfallstatistik des Reviers Gaggenau

Polizei hat im Corona-Jahr 2020 weniger Verkehrsunfälle im Murgtal verzeichnet

Die Corona-Maßnahmen schlagen sich auch in der Unfallstatistik des Polizeireviers in Gaggenau nieder. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist gesunken. Dennoch gab es viele Verletzte und zwei Todesfälle.

Vom Tal in die Höhen: Für Motorradfahrer gibt es auf beiden Seiten der Murg reizvolle Strecken. Doch auf den kurvigen Straßen kommt es immer wieder zu Unfällen. Foto: Hans-Jürgen Collet

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Murgtal ist im Jahr 2020 auf 1151 gesunken (2019: 1378 Unfälle). Die Hauptursachen waren nach Angaben der Polizei Fehler beim Abbiegen oder Rangieren, Vorfahrtsverletzungen oder überhöhte Geschwindigkeit. In 21 Fällen stand zumindest ein Beteiligter unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung (2019: 29).

„Ursache für den Rückgang des Unfallgeschehens dürften coronabedingte Beschränkungen der Mobilität gewesen sein“, sagt Polizeihauptkommissar Harald Dieterle. Er leitet vorübergehend das Polizeirevier in Gaggenau, dessen Einzugsgebiet von Muggensturm bis Forbach reicht. Der bisherige Revierchef Jörn Hinrichsen ist seit 1. März stellvertretenden Leiter der Schutzpolizeidirektion.

Drei beliebte Motorradstrecken sind Unfallschwerpunkte rund um Gaggenau

Ob auch stärkere Kontrollen und Polizeipräsenz einen Einfluss auf die Unfallzahlen gehabt haben, lässt sich Dieterle zufolge nicht beurteilen. Doch die Polizei habe beispielsweise deutlich häufiger mit Handlasergeräten die Geschwindigkeit gemessen. Drei Motorradstrecken stehen aufgrund ihrer Unfallträchtigkeit besonders im Fokus der Polizei. Auf der L83 zwischen dem Forbacher Ortsteil Raumünzach und der Schwarzenbachtalsperre haben sich 2019 und 2020 je fünf Unfälle ereignet.

Auf der L564 zwischen Loffenau und dem Käppele, einer Passhöhe in Richtung Bad Herrenalb, haben sich in beiden Jahren je drei Unfälle ereignet. Auf der L613 zwischen den Gaggenauer Stadtteilen Michelbach und Freiolsheim haben sich 2020 zwei Unfälle ereignet (2019: sechs). „Das hat sich deutlich entspannt“, sagt Dieterle.

Zu den problematischen Stellen gehört außerdem nach wie vor die Bundesstraßen-Auffahrt Gaggenau Mitte. Doch „da haben wir schon deutliche Entschärfungen“, sagt Dieterle.

2020 haben sich drei Unfälle ereignet, 2019 fünf. Das Hauptproblem ist, dass es an den Auffahrten in beide Richtungen keinen Beschleunigungsstreifen gibt.

Wenn Autofahrer anrollen, aber wegen des Verkehrs auf der B 462 wieder abbremsen, kann es zu Auffahrunfällen kommen. Laut Dieterle arbeiten das Polizeipräsidium Offenburg, das Landratsamt Rastatt und die Stadt Gaggenau gemeinsam an Verbesserungen.

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Zwei Motorradfahrer sind ums Leben gekommen

Zwei Menschen sind in der Folge von Motorradunfällen gestorben (2019: 0). Verletzte gab es bei 167 Unfällen (2019: 174). 54 Personen wurden schwer verletzt, 148 Personen leicht. Sachschaden entstand bei 526 Unfällen (2019: 624). Die Zahl der Kleinstunfälle sank auf 625 (2019: 754). Ferner ereigneten sich 273 Unfallfluchten (2019: 325).

Radfahrer oder Pedelecfahrer waren an 71 Unfällen beteiligt (2019: 61), 45 davon innerorts. Die Zahl der Beteiligten, die mit herkömmlichen Fahrrädern unterwegs waren, lag bei 54. Die Polizei verzeichnete ferner neun Unfälle mit Fußgängern (2019: 14). Die meisten davon ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften. Zwei Unfälle betrafen Kindern, die sich auf dem Schulweg befanden (2019: drei).

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