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Fehlende Barrierefreiheit

„Schandfleck“ in Freiolsheim: Zustand des Friedhofs und der Einsegnungshalle sorgt für Kritik

In Gaggenau-Freiolsheim wird heftige Kritik am Zustand des Friedhofs und der Einsegnungshalle laut. Manch einer spricht von einem „Schandfleck“. Doch worum geht es genau?

Der Zugang in die Einsegnungshalle ist vor allem für ältere noch lebendeMitmenschen eine große Herausforderung
Der Zugang in die Einsegnungshalle ist nicht barrierefrei - und damit vor allem für ältere Mitmenschen eine große Herausforderung Foto: Joachim Kocher

Heftige Kritik am Zustand des Friedhofes sowie der Einsegnungshalle in Freiolsheim, wurde in der vergangenen Zeit immer wieder geäußert, so unter anderem auch während der jüngsten Ortschaftsratssitzung.

So wurde das Friedhofsgelände unter anderem als Schandfleck bezeichnet. Auch Ortsvorsteher Ferdinand Schröder (FWG) sprach von einem desolaten Zustand der Leichenhalle. „Aber zunächst einmal müssten die erforderlichen Finanzmittel bereitgestellt werden“.

Für viele ältere Mitbürger ist die Einsegnungshalle nur sehr erschwerlich zu erreichen, beziehungsweise ein Erreichen nicht möglich. Aus diesem Grund sollte ein Neubau auf jeden Fall behindertengerecht ausgeführt werden, war in jüngster Zeit von Bürger aus dem Höhenstadtteil immer wieder zu hören.

Wie Schröder während der jüngsten Ortschaftsratssitzung sagte, soll die Planung für die Umgestaltung der Leichenhalle 2023 erfolgen. Die Planungsarbeiten werden nach Aussage der städtischen Pressesprecherin Judith Feuerer durch die Tiefbauabteilung erfolgen. Die Verwaltung habe jüngst das sogenannte Geländenivellement, also die Messung von Höhenunterschiede, vorgenommen.

Die Machbarkeitsstudie sowie der mögliche Entwurf eines Neubaus der Einsegnungshalle wurde 2020 bereits dem Ortschaftsrat vorgestellt, sagt Feuerer. Die Kosten wurden damals auf circa 300.000 Euro berechnet. Aufgrund der Kostensteigerung von circa 20 Prozent muss man nun bereits von einer Gesamtinvestition von rund 360.000 Euro ausgehen.

Mittelfristig sind, wie Feuerer auf BNN-Anfrage betonte, im Nachtragshaushalt 2022 für 2023 Mittel in Höhe von 150.000 Euro eingestellt, weitere 150.000 Euro für 2024. Inwieweit nun im kommenden Doppelhaushalt 2023/24 die Mittel noch zur Verfügung stehen, beziehungsweise aufgestockt werden können, wird die anstehenden Haushaltsberatungen Ende des Jahres zeigen, sagt die städtische Pressesprecherin.

Bürger kritisieren Schlaglöcher und fehlende Barrierefreiheit

Von Bürgern wurde in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert, dass es beim gesamte Friedhofskonzept, über das schon seit Jahren gesprochen wird, nicht vorangehe. Besonders kritisiert wurde auch der Zustand vor dem Friedhof, hier sorgen großen Schlaglöcher für Probleme. Insbesondere ältere Mitbürger, die auf einen Rollator angewiesen sind, so der 88-jährige Alfred Dreixler im BNN-Gespräch, haben es schwer, auf das Friedhofsgelände zu gelangen und sich dort fortzubewegen.

Ähnlich äußert sich auch Helga Essig, die regelmäßig den Friedhof besucht. „Es ist für Personen mit einem Rollator an beiden Eingangsbereichen nahezu unmöglich, auf den Friedhof zu gelangen.“ Eine Sanierung sei überfällig: „Toren und Geländer sind kaputt.“

Der nunmehr von der Verwaltung vorgelegte zeitliche Rahmen der Sanierung sei ein Unding, betonte Erika Essig gegenüber dieser Zeitung. „Wir bekommen den Friedhof nicht so schnell geändert, wie es von uns gewünscht wird“, sagte der Freiolsheimer Ortsvorsteher Ferdinand Schröder. „Mir stinkt es auch, zumal ich immer wieder zu der Thematik angesprochen werde.“

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