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Tattoos liegen im Trend

„Nur Verbrecher sind tätowiert“: Tätowierte aus dem Murgtal berichten von Vorurteilen im Alltag

„Nur Verbrecher sind tätowiert“ oder „Wie ekelhaft!“: Tätowierte Menschen müssen sich so einiges anhören. Fünf Betroffene aus dem Murgtal und Umland berichten von ihren Erfahrungen mit Vorurteilen. Auch auf offener Straße werden sie damit konfrontiert.

Kampf mit Vorurteilen: Mario Grau aus Gernsbach wird nach eigener Aussage bei Straßenkontrollen ständig angehalten. Kati Späth aus Karlsruhe berichtet von unschönen Szenen auf offener Straße. Foto: Mario Grau

Mario Grau hört ein verzweifeltes Fluchen. Ein älterer Mann steht an der Fotostation eines Drogeriemarktes in Gernsbach und wiederholt immer wieder: „Keiner ist hier, wenn man jemanden braucht.“

Der 30-jährige Grau läuft auf den Mann zu und sagt: „Ich kann Ihnen beim Ausdrucken helfen.“ Der ältere Herr dreht sich um. Sein Blick wandert zu Graus Handknochen, wo in gebogenen Lettern „Love Arts“ steht.

Beim Anblick des Tattoos verzieht er sein Gesicht und dreht sich wieder um. Dann geht das Fluchen von vorne los. Grau sagt kurze Zeit später: „Ich zeige Ihnen jetzt, wie das geht.“ Doch der Mann ignoriert sein Angebot erneut, läuft weg und wirft ihm im Vorübergehen einen abfälligen Blick zu.

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