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Umfrage

Umbaupläne der Sparkasse Gaggenau: Was sagen die Kunden?

Die Sparkasse Gaggenau – Baden-Baden hat Umbaupläne für ihr Hochhaus am Bahnhof. Ein Großteil der Abteilungs- und Beraterbüros ab dem ersten Obergeschoss soll in Wohnungen umgewandelt werden. Wie finden das eigentlich die Kunden?

Nutzungsmix zeichnet sich ab: Im Hochhaus der Sparkasse bleibt der Kundenservice im Erdgeschoss, in den Obergeschossen sind überwiegend Wohnungen geplant. Foto: Hans-Jürgen Collet

Wiltrud Hertweck sagte dazu: „In meinen Augen ist das ein großer Verlust für Gaggenau. Ich bin zwar auch schon Kundin in Baden-Baden, aber es fehlen mir dann trotzdem die Ansprechpartner in Gaggenau. Außerdem ist für mich das Sparkassengebäude der Mittelpunkt von Gaggenau. Wenn es dann nur noch ein Wohnhaus ist, fehlt mir das. Das Haus als Sparkasse hat für mich eine positive Ausstrahlung, die dann weg ist. Aber man hört ja auch überall, dass die Banken und Sparkassen auch Probleme haben. Die wollten ja aber auch immer alle größer werden.“

Wiltrud Hertweck Umfrage Sparkasse Foto: Hans-Peter Hegmann

Ulrike Selzer-Lohmar: „Bevor die Räume dann eventuell leer stehen würden, macht das schon Sinn. Wenn Wohnungen gebraucht werden ist es ja so auf jeden Fall besser.“

Mehr Automaten gehen zu Lasten der Älteren

Der nächste Kunde wollte nicht mit Namen genannt werden und hat dazu folgende Meinung: Alles nach Baden-Baden zu ziehen finde ich nicht so gut. Erst wird es nur eine Filiale und irgendwann stehen nur noch Automaten drin. Wenn man dann etwas Größeres hat, muss man erst nach Baden-Baden fahren; das kann ja wohl nicht sein. Überall wurden schon die Filialen zu gemacht. Als junger Mensch geht das dann noch, aber für die Älteren ist es schlecht, wenn überall nur Automaten stehen. Da fehlen mir dann einfach die Menschen, mit denen man reden kann.

Suta Tomislav: Ich finde es bedauerlich, dass sich die Sparkasse immer mehr aus Gaggenau zurück zieht und somit die Kundschaft gezwungenermaßen hier am Ort keinen Ansprechpartner mehr hat. Das Persönliche geht immer mehr verloren und die Bindung zur Kundschaft wird immer weniger. Die Konkurrenz durch das Online-Geschäft ist groß, das weiß man, aber es sollte dann zumindest hier am Ort und in Bad Rotenfels noch eine größere Filiale geben.

Veronika Rajcanji: Ich sehe es so, dass es eine unternehmerische und betriebswirtschaftliche Entscheidung ist. Dementsprechend sollte man hier einfach auch als Kunde Nachsicht haben, dass solche Entscheidungen oft wichtig sind für den Fortbestand einer Firma. Wenn man wettbewerbsfähig bleiben will, muss man gelegentlich, auch als Bank, solche Entscheidungen treffen. Es ist zwar schade; besonders für die Älteren, nur wenn es notwendig ist, muss man es halt machen. Auch wenn es manchmal hart ist. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass vielen Kunden der persönliche Kontakt vor Ort fehlt, aber die Situation der Banken hat sich ja in letzter Zeit überall verändert.

Veronika Rajcanji Umfrage Sparkasse Foto: Hans-Peter Hegmann

Durchwachsenes Feedback bei Passanten

Christa Stahlberger: Ich finde es gut, wenn man die Büros nicht mehr braucht, dass dann Wohnungen daraus gemacht werden. Wenn ich meine Geschäfte hier weiter machen kann ist es für mich kein Nachteil. Für die Kunden, die die Berater brauchen, wäre es natürlich angenehmer, wenn sie nicht nach Baden-Baden fahren müssten.

Brigitte Weber: Ich finde das nicht in Ordnung, weil schon überall außerhalb die Filialen geschlossen sind. Wer weiß, wo wir dann als ältere Bürger noch überall hin müssen. Ich komme aus Sulzbach und muss jetzt schon jedes mal mit dem Auto in die Stadt fahren. Dabei heißt es doch immer, man soll nicht so viel das Klima schädigen. Und ich möchte es auch in Zukunft noch mit Menschen zu tun haben und nicht nur mit Computern oder Maschinen.

Brigitte Weber Sulzbach Umfrage Sparkasse Foto: Hans-Peter Hegmann

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