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Freundeskreis Susanne Lehmann

Unterstützung der Waisenkinder soll mit dem Tod nicht enden

Für Helmut Timper ist der Ampo-Freundeskreis Susanne Lehmann eine Herzensangelegenheit. Er unterstützt die Arbeit der Gründerin Katrin Rohde in der Hauptstadt von Burkina Faso Ouagadougou.

Die Organisation Ampo ist heute Schutz und Heimstatt für fast 300 Kinder. Die Gründerin ist Katrin Rohde.
Die Organisation Ampo ist heute Schutz und Heimstatt für fast 300 Kinder. Die Gründerin ist Katrin Rohde. Foto: Helmut Timper

Die Gründung der NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) Ampo, auf Deutsch Verein Managré Nooma zum Schutz von Waisenkindern, war abenteuerlich, erzählt Helmut Timper aus Selbach. Er leitet im Gedenken an seine Tochter den „Ampo-Freundeskreis Susanne Lehmann“.

Tochter stellte Bezug zu Ampo her

Über die mit 43 Jahren plötzlich verstorbene Tochter zu sprechen, fällt Helmut Timper auch nach mehr als einem Jahrzehnt noch schwer. Der Gedanke an sie bringt Emotionen zum Schwingen. Ihre Energie und Lebensfreude wirken bis heute nach.

Den 81-jährige Helmut Timper zog es im Jahr 2000 ins Murgtal. Die Liebe zu Thea Lehmann, die in Selbach ein Haus besitzt, führte ihn nach seiner Pensionierung als Prokurist einer großen Spedition von Essen nach Gaggenau. Bis zum Tod der Tochter hatte er persönlich nur wenig mit sozialen Projekten zu tun. Natürlich wurde regelmäßig gespendet, meint Timper und erzählt von seinem Engagement für Ampo. Den Bezug stellte die Tochter her.

Mit ihrem Freund Harry unterstützte sie persönlich die Organisation in Ouagadougou

Mit einem zum Wohnmobil umgebauten Mercedes machte sie sich eines Tages mit ihrem Freund Harry auf den Weg, um Afrika zu bereisen. Auf dem Tourenplan stand für das Paar auch Burkina Faso. Es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und liegt im Westen von Afrika. Auf ihrer Reise machten sie auch in der Hauptstadt von Burkina Faso Ouagadougou halt. Dort lernten sie die Organisation Ampo von Katrin Rohde kennen und blieben erst einmal, um handwerklich zu unterstützten.

Aus späteren Erzählungen des Paares sprach Begeisterung. Mit dem Tod der Tochter sollte die begonnene Unterstützung nicht enden, erzählte Timper. Er wollte, dass etwas bleibt und weiterlebt. Die Entscheidung fiel zugunsten von Ampo.

Lebensgefährtin Thea Lehmann und Helmut Timper griffen das begonnene Projekt auf. Sie sammelten Nähmaschinen und Spenden. Timper reiste selbst nach Burkina Faso, um sich ein Bild von der Organisation zu machen. Die Bewunderung dafür hält immer noch an.

Ampo kümmert sich heute um knapp 300 Kinder

Die Organisation ist heute Schutz und Heimstatt für fast 300 Kinder. Sie hilft mit Schulgeld, Kleidung und medizinischer Versorgung. Kinder werden nach Geschlechtern getrennt in Waisenhäuser untergebracht.

Ebenso wird darauf geachtet, dass diese später auf eine solide Ausbildung oder ein Studium bauen können. Doch auch danach bleiben die jungen Menschen in Kontakt mit der Einrichtung. Die Bevölkerung von Ouagadougou spricht respektvoll vom Königreich der Armen.

Katrin Rohde gründete Ampo und setzte sich in Burkina Faso nieder

Ampo International hat seinen Sitz in Berlin. Gründerin der Waisenhäuser, Ausbildungsstätten, einer Krankenstation sowie einem Frauenhaus ist Katrin Rohde. Eine abenteuerliche und schicksalhafte Reise nach Westafrika veranlasste Rohde vor mehr als 25 Jahren ihren Besitz zu verkaufen und Deutschland in Richtung Burkina Faso zu verlassen.

Die Hamburgerin setzte sich durch. 1995 erhielt sie vom dafür zuständigen Ministerium die Erlaubnis, auf einer hergerichteten ehemaligen Müllkippe ein erstes Heim für Straßenjungen zu errichten.

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