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Toxische Altlasten

„Verharmlosende Beruhigungspille“: Linke übt Kritik an Gutachten zu Deponie Oberweier

Werden im Gutachten zum Zustand der Deponie Oberweier in Gaggenau Gefahrenquellen ignoriert? Die Linke kritisiert die Einschätzung der Experten scharf.

Mülldeponie Gaggenau Oberweier
Die Linke im Kreistag kritisiert das Gutachten zum Zustand der Deponie Oberweier. Foto: Hans-Peter Hegmann

Die Linken im Kreistag kritisieren das Ingenum-Gutachten zum Zustand der Deponie Oberweier. Wie die Linke mitteilte, seien die im Abfallwirtschaftsausschuss vorgestellten Zwischenergebnisse „eine verharmlosende Beruhigungspille“, da sie bereits bekannte Gefahrenquellen und toxische Hinterlassenschaften zum Teil nicht berücksichtigten und somit zu einem nicht angemessenen Urteil gekommen seien.

Die Einschätzung ignoriere die Ergebnisse einer bereits 1993 vom Landratsamt veröffentlichten „Historischen Erkundung“, die gravierende toxische Altlasten aus Industriebetrieben der Region auf den Übergangsdeponien festgestellt hatte, so die Linke weiter.

Linke fordert umfassende Boden- und Grundwasser-Untersuchungen

Über die angekündigten weiteren Untersuchungen hinaus müssen nach Aussage der Linken vor allem umfassende Boden- und Grundwasser-Untersuchungen auf dem gesamten Gelände und in der Umgebung die Gefährdungspotentiale für Mensch und Natur eruiert werden. Für die Partei im Kreistag stehe außer Frage, dass gerade auf den Übergangsdeponien eine hoher Sanierungsbedarf bestehe und anschließend nur eine vollständige Stilllegung in Frage komme.

Etwaigen Überlegungen, die Übergangsdeponien in die Suche nach einer zukünftigen DK I - Deponie im Landkreis einzubeziehen und damit eine Hintertüre offenzuhalten, erteilen wir eine klare Absage. Angesichts der Lage des gesamten Deponie-Geländes im Wasserschutzgebiet gebe es zur vollkommenen und endgültigen Schließung und Stilllegung keine Alternative.

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