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Stadträte besichtigen Baugebiet

Vermutlich letztes Baugebiet in Selbach bekommt Gegenwind

Unterhalb des Selbacher Sportplatzes sollen mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Doch an der Verkehrsführung scheiden sich die Geister. Die SPD Gaggenau hat sich nun ein Bild vor Ort gemacht.

Gaggenau-Selbach: Zahlreiche Bürger waren zum letzten Sommergespräch der SPD gekommen, bei dem das mögliche Baugebiet Badacker/Eben unter die Lupe genommen wurde. Foto: Joachim Kocher

Die SPD Gaggenau schloss am vergangenen Montag ihre Sommergespräche in Selbach ab und besichtigte hierbei das geplante Baugebiet „Badacker/Eben“ etwa 100 Meter unterhalb des Selbacher Sportplatzes. In den zurückliegenden Monaten nahm die SPD sämtliche Baugebiete in Gaggenau unter die Lupe, die um beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13a und 13b durchgeführt werden sollen.

„Wir wollten uns ein persönliches Bild von den einzelnen Baugebieten machen“, sagte der SPD- Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer im BNN-Gespräch, schließlich stehe in den kommenden Monaten die Priorisierung der Baugebiete an.

Obwohl bei der Ortschaftsratssitzung, die Mitte Juni stattfand, heftige Kritik aus der Mitte der Bevölkerung an der Planung, der Verkehrsführung sowie Abwasserbeseitigung des Baugebietes „Badacker/Eben“ geäußert hatte und das Projekt insgesamt als unausgegoren bezeichnet wurde, stimmte der Ortschaftsrat der Weiterführung des Bebauungsplanes mit 9:1 Stimmen zu und empfahl dabei dem Gemeinderat die frühzeitige Bürgerbeteiligung auf den Weg zu bringen.

Den Bebauungsplan „Badacker/Eben“ erläuterte am Montagabend recht ausführlich Ortsvorsteher Michael Schiel.

Wohl keine weiteren Baugebiete in Selbach

„Ein weiteres Baugebiet wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Selbach in naher und ferner Zukunft nicht geben“, betonte er. Michael Schiel sprach von insgesamt 16 freistehenden Einfamilienhäuser, fünf Kettenhäuser und 12 Doppelhäusern, die in den Bereich geplant sind.

Schiel machte auch deutlich, dass die Verwaltung insbesondere wegen der Erschließung, die über den Bereich „Promenade“ und die Straße „An den Badäckern“ erfolgen soll, Gegenwind erfahren habe. Nach Meinung vieler Bürger ist die „Promenade“ mit teilweise nur 3,50 Meter Breite viel zu schmal. Stattdessen sollte die Erschließung über den Wohlfahrtsweg erfolgen.

Wie Ortsvorsteher Schiel betonte, werde ein externes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, dass sich mit den eingebrachten Einwendungen beschäftigen werde. Das Thema Erschließung, so der SPD- Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer, „haben wir verstanden“. Pfrommer: „Die Erschließung durch den Ort über die Promenade, wäre wahrhaft keine gute Lösung“.

Ortschaftsrätin kritisiert Zerstörung von Streuobstwiesen

Pfrommer bezeichnete es zudem als nachvollziehbar, dass die Erschließung über den Wohlfahrtsweg besser sei. Während der Diskussion wurde von Ortschaftsrätin Anja Wittenbecher (FWG) die Zerstörung von Streuobstwiesen kritisiert. Außerdem bemängelte sie, dass durch die Bebauung, Fallwinde aus dem Bereich Merkur nicht mehr ins Dorf durchkommen würden.

Es gebe immer Zielkonflikte, betonte Gerd Pfrommer. Man habe jedoch auch die Verantwortung, den Bürgern Bauplätze zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen dabei nicht alles versiegeln“.

Ortschaftsrat David Braunagel (FWG) sprach sich dafür aus, Selbacher Bürger beim Kauf von Baugrundstücken zu bevorzugen. Hierzu müsste der Bewertungs-Katalog, der bei der Vergabe der Baugrundstücke zum Einsatz komme, verändert werden.

Der SPD-Fraktionschef sprach abschließend von insgesamt zehn Baugebieten, die im beschleunigten Verfahren umgesetzt werden sollen. Dies gehe nicht von heute auf morgen. Stattdessen rechnet Pfrommer mit mindestens zehn Jahren. Dass Baugebiet, das bei der Priorisierung ganz vorne steht, werde als erstes umgesetzt.

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