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Start am Mittwoch

Vorbereitungen für die Impfstützpunkte im Landkreis Rastatt laufen

Am Freitag wurden sie angekündigt, nun steht der Betrieb kurz bevor: Die neuen Impfstützpunkte im Landkreis Rastatt werden fit gemacht für den Start am Mittwoch. Die Anmeldung erfolgt ab dem 30. November online oder telefonisch.

Ab Mittwoch Impfstützpunkt: In der Festhalle in Bad Rotenfels sollen im Vollbetrieb drei „Impfstraßen“ geöffnet sein. Auch am Wochenende könnte geimpft werden. Foto: Anna Strobel

Eigentlich hat die Stadt Gaggenau mit dem neuen kommunalen Impfstützpunkt gar nicht viel zu tun. Sie stellt lediglich die Halle zur Verfügung, den Rest organisiert der Landkreis. Eigentlich.

Denn seitdem Ende vergangener Woche verkündet wurde, dass im Landkreis ab Mittwoch wieder täglich geimpft werden soll, steht im Gaggenauer Rathaus das Telefon nicht mehr still.

„Die Bürger rufen an und sind sauer, dass sie sich noch nicht anmelden können“, erzählt Gaggenaus Pressesprecherin Judith Feuerer. Dass es erst ab dem 30. November mit den Anmeldungen losgeht, „das überlesen die meisten“.

Ab Mittwoch soll geimpft werden

Dabei liegt es nicht daran, dass die Stadt nicht will – sie kann schlichtweg noch nicht. „Das ist ein ganz neues Tool, das verwendet wird“, erklärt Carmen Merkel, die das Amt für Gesellschaft und Familie leitet und die städtischen Impfaktionen koordiniert.

Am Montag sei das neue Buchungsprogramm ausprobiert worden, von diesem Dienstag an soll es dann freigeschaltet sein, damit die Terminbuchung möglich ist. Die soll, so der Wunsch des Landratsamts, vor allem online erfolgen.

„Damit aber auch alle, die keinen Internetzugang haben, einen Termin buchen können, gibt es auch in jeder Stadt eine Telefonhotline“, so Merkel. Doch da die Stadt für die telefonische Terminvergabe ebenfalls auf die Internetreservierung zugreifen muss, war eine früherer Reservierung von Impfterminen nicht möglich.

Das ist ein ganz neues Tool, das verwendet wird.
Carmen Merkel, Stadt Gaggenau

Anders stellt sich die Situation in Baden-Baden dar: Hier sind die ersten Termine für den Impfauftakt am Mittwoch bereits vergeben, wie der städtische Pressesprecher Roland Seiter auf Nachfrage erklärt. „Es ist alles vorbereitet, wir können loslegen“, so Seiter.

Der Vorteil: In Baden-Baden war bis zum Sommer ein Kreisimpfzentrum. Zwar ist der neue Impfstützpunkt nicht mehr im Kurhaus, sondern in der Cité, aber man habe die Infrastruktur – inklusive Buchungstool – nutzen können. „Das war zwar Arbeit, aber kein Hexenwerk.“

Es ist alles vorbereitet, wir können loslegen.
Roland Seiter, Pressesprecher Baden-Baden

Dass die Vorbereitungen in Baden-Baden so schnell gingen, liegt auch an der Eigenständigkeit des Stadtkreises, wie ein Blick nach Bühl zeigt: Auch hier gab es ein Kreisimpfzentrum. Die Einrichtung des neuen Impfstützpunktes geht deshalb aber nicht schneller voran. „Auch wir hängen da genauso wie die anderen Kommunen vom Landkreis ab“, sagt der Bühler Pressesprecher Matthias Buschert.

Wie auch in Baden-Baden kriegt die Impfstelle aber einen neuen Standort – statt in der Schwarzwaldhalle wird künftig in Altschweier geimpft und geboostert – zum Wohl von Schülern und Vereinen. „Die Reblandhalle wird nur minimal von Sportvereinen belegt“, so Buschert. „Und von Schulen gar nicht. Anders als die Schwarzwaldhalle.“

Ergänzt wird das Angebot durch Arztpraxen in den anderen Städten und Gemeinden sowie durch zusätzliche mobile Impfangebote.
Michael Janke, Pressesprecher des Landkreises

Wie der Landkreis mitteilt, geht das Impfangebot über die neuen Stützpunkte hinaus. „Ergänzt wird das Angebot durch Arztpraxen in den anderen Städten und Gemeinden des Landkreises sowie durch zusätzliche mobile Impfangebote mit mobilen Impfteams“, heißt es. Diese Angebote stehen allerdings nicht alle ab Mittwoch zur Verfügung, sondern werden nach und nach gemacht.

Die Reblandhalle wird nur minimal von Sportvereinen belegt.
Matthias Buschert, Pressesprecher Bühl

Noch steht auch nicht fest, ob in allen drei Stützpunkten von Anfang an alle theoretisch möglichen 450 Impfdosen pro Tag verabreicht werden können. „Wir suchen derzeit nach Ärzten, die sich daran beteiligen“, erklärt Gaggenaus Pressesprecherin Feuerer.

Dabei seien sowohl niedergelassene als auch Ärzte im Ruhestand gefragt. „Wir haben bereits positive Rückmeldungen.“ Der Landkreis seinerseits habe die Ärzte des Klinikums Mittelbaden angesprochen. „Termine werden nur so vergeben, wie auch Personal vor Ort ist“, versichert Feuerer. Nach Angaben des Kreispressesprechers Michael Janke braucht es insgesamt sechs Ärzte pro Tag, um die beiden Impfambulanzen in Volllast zu betreiben.

„Der Impfstoff ist da“ – das ist die Botschaft des Landkreises an die Kommunen. In der vergangenen Woche hat der Kreis in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Mittelbaden Impfstoff bestellt. Geliefert wurden 1.800 Impfdosen Biontech und rund 1.300 Dosen Moderna.

„Die insgesamt bestellte Menge an Bionteck wurde seitens des Großhandels um rund die Hälfte gekürzt“, erklärt der Landkreis auf Nachfrage. Eine Wahl, welches Vakzin sie wollen, haben die Impfwilligen nicht. „Beide gelten sowohl für Erstimpfungen als auch für Boosterimpfungen als gleichsam wirkungsvoll.“

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