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Ortsmitte Weisenbach

Gemeinde Weisenbach will den Kernort weiter aufhübschen

Knapp 5,85 Millionen Euro betrug der Förderrahmen für die Sanierung „Ortsmitte I“. Jetzt steht in Weisenbach das Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“ auf dem Programm.

Sanierungsprogramm Ortsmitte Weisenbach
Nachdem das Sanierungsprogramm für den Bereich rechts der Murg in Weisenbach mittlerweile abgeschlossen ist, geht es mit dem Untersuchungsgebiet „Ortsmitte II“ (Bereich links der Murg) weiter. Foto: Nora Strupp/Archiv

Das Sanierungsverfahren „Ortsmitte I“ in Weisenbach ist abgeschlossen. Jetzt geht es mit dem Programm für die „Ortsmitte II“ weiter. Dazu fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Einleitungsbeschluss für vorbereitende Untersuchungen. „Es ist ein rein formeller Beschluss, dass es losgehen kann“, sagte Bürgermeister Daniel Retsch (CDU).

Nach über 14 Jahren neigte sich im April 2022 mit Abschluss des Bewilligungszeitraums das Sanierungsverfahren „Ortsmitte I“ dem Ende entgegen. Die Bilanz fällt laut Retsch äußerst positiv aus. Seitdem Weisenbach im März 2008 mit dem Gebiet „Ortsmitte I“ in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wurde, konnten dort zahlreiche Projekte realisiert werden – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich.

Bewilligungszeitraum bis April 2022 verlängert

Zwischenzeitlich wurden das Sanierungsgebiet erweitert, Aufstockungsanträge vom Regierungspräsidium Karlsruhe positiv beschieden und der Bewilligungszeitraum verlängert – mit Bescheid vom 18. Juni 2020 letztmals bis zum 30. April 2022. Mit dem zuletzt erteilten Zuwendungsbescheid vom 17. Februar 2021 erhöhten sich der Förderrahmen auf insgesamt 5,85 Millionen Euro und die Zuwendungen auf 3,51 Millionen Euro.

Insgesamt konnten neun Grundstückskäufe getätigt sowie zwölf Erschließungen, fünf Grundstücksfreilegungen, sechs kommunale Erneuerungs- und 36 Sanierungsmaßnahmen privater Eigentümer durchgeführt werden. Ohne die Fördermittel wäre dies kaum zu realisieren gewesen, betonte Retsch. Zu den kommunalen Projekten gehörten unter anderem:

 Der Kauf und die Modernisierung des Kindergartens; die Sanierung des Rathauses, der Festhalle, der Murgbrücke, der Jahnstraße mit den Stützmauern und der Vereinsräume der Sporthalle; das Großprojekt Sanierung Weinbergstraße.

Sanierung des Bergwegs als Abschlussarbeit

Bevor die Sanierungssatzung aufgehoben werden konnte, standen einige Abschlussarbeiten sowie die Abrechnung der Sanierung „Ortsmitte I“ gegenüber dem Land Baden-Württemberg an. Zu den Abschlussarbeiten zählte zum Beispiel die Sanierung des Bergwegs.

Mitte Juli 2022 war das Verfahren „Ortsmitte I“ nach 14 Jahren offiziell abgeschlossen. Es umfasste rund 20,5 Hektar. Der Gemeinderat stimmte einmütig für die Aufhebung der förmlichen Festlegung der Sanierungssatzung. Zuvor hatte Hans-Joachim Reglin von der Stadtentwicklungsgesellschaft STEG den Sanierungsbericht, die Abrechnung und eine Chronologie vorgestellt. Zudem ging er auf die verfolgten Ziele ein: So sollten die Ortsmitte durch die Sanierung als Wohnstandort gestärkt, die Wohnsituation verbessert und das Stadtbild sowie die öffentlichen Straßen- und Platzräume aufgewertet werden. Zudem konnte maßvoll nachverdichtet und zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Zu guter Letzt wurden öffentliche Gebäude modernisiert und instandgesetzt, innerörtliche Fußwege erhalten beziehungsweise ausgebaut und die Uferzone der Murg besser in die Ortsstruktur integriert.

Der bewilligte Gesamtförderrahmen beträgt nach mehreren Erhöhungen knapp 5,85 Millionen Euro, der Eigenanteil der Gemeinde rund 2,34 Millionen Euro. Hinsichtlich des Abrechnungsergebnisses habe man „fast eine Punktlandung“ hingelegt, so Reglin. Einnahmen von rund 5,74 Millionen Euro stehen Ausgaben in fast exakt derselben Höhe gegenüber. Die Abrechnung weist laut Sitzungsunterlagen lediglich einen Fehlbetrag in Höhe von rund einem Euro auf.

Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“ auf den Weg gebracht

Jetzt brachte der Gemeinderat mit dem Einleitungsbeschluss das Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“ formell auf den Weg. Zunächst sind vorbereitende Untersuchungen erforderlich. Dort sollen „weitere Beurteilungsgrundlagen über die Notwendigkeit der Sanierung, die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge sowie die anzustrebenden allgemeinen Ziele und die Sanierung im Allgemeinen“ gewonnen werden. Mit den Untersuchungen beauftragt wurde die STEG Stadtentwicklung GmbH Stuttgart.

Um weitere Beurteilungsgrundlagen zu erhalten, erhalten die Beteiligten im Sanierungsgebiet Post. Mittels eines Fragebogens werden sie um Mitwirkung gebeten. Zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert sind auch die Behörden und die Träger öffentlicher Belange. Bevor die Fragebögen auf den Weg gebracht werden, ist eine Informationsveranstaltung geplant. Das Untersuchungsgebiet umfasst eine Fläche von etwa 11,85 Hektar. Es befindet sich im Bereich links der Murg. Neben zahlreichen privaten Gebäuden sind unter anderem die Schulgebäude und die Festhalle enthalten.

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