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Hostie wird den Gläubigen in die Hand gelegt

Wie die Kommunion in den Pfarreien im Murgtal aktuell zelebriert wird

Pfarrer Merz bietet aufgrund der Corona-Pandemie Gottesdienste in der Kurpark-Konzertmuschel in Rotenfels an - und das mit Erfolg. Im Gegensatz zu anderen Pfarrern, die aufgrund der Einschränkungen in der Kirche nicht zu Potte kommen.

Gottesdienst im Kurpark in Bad Rotenfels: Vor der Konzertmuschel versammeln sich die Gläubigen zum wöchentlichen Gottesdienst der Seelsorgeeinheit Gaggenau am Sonntagmorgen. Foto: Joachim Kocher

Von unserem Mitarbeiter Joachim Kocher

Nach Wochen, in denen auch in den katholischen Kirchengemeinden keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden konnten, kann seit Ende Mai/Anfang Juni insbesondere die Heilige Messe am Sonntag wieder gefeiert werden. Dabei ist die Kirche natürlich weiterhin verpflichtet, die Gesundheit aller Gottesdienstteilnehmer zu schützen. Deshalb werden die Gottesdienste so gestaltet, dass die Gefahr der Ansteckung mit dem Covid-19-Virus maximal vermieden wird.

In Seelsorgeeinheit Gaggenau finden seit Anfang Juni wieder Gottesdienste statt. Der Pfarrgemeinderat beschloss dabei die Gottesdienste für die gesamte Seelsorgeeinheit im Kurpark in Bad Rotenfels unter freiem Himmel durchzuführen. Die Idee kam von Pfarrer Tobias Merz, wie der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Georg Bierbaums im BNN-Gespräch sagte. Hier können wir auch den notwendigen Abstand, den das Kirchenrecht vorschreibt, zwischen den Gottesdienstbesuchern besser halten.

Heilige Kommunion im Kurpark

100 Gottesdienstbesucher finden vor der Konzertmuschel im Kurpark Platz. Das Ordnungsamt der Stadt Gaggenau, hat sich zuvor die Fläche angeschaut und das OK gegeben. Auch die heilige Kommunion können die Gläubigen im Kurpark empfangen.

Vier Kommunionhelfer, mit Maske und Handschuhen ausgestattet, verteilen dabei die Hostien an die Gläubigen in einem Abstand von einem bis 1,50 Meter. Das Angebot, so Bierbaums, wird sehr gut angenommen und bisher hat alles bestens geklappt.

Wir halten uns an die Vorgaben, die wir aus Freiburg erhalten haben, sagte Pfarrer Thomas Holler von der Seelsorgeeinheit Forbach- Weisenbach im BNN- Gespräch. „Hierzu gehört unter anderem die Desinfektion der Hände, die ich vor dem Gottesdienst und nochmals vor der Ausgabe der Kommunion vornehme“.

Mund- statt Handkommunion

Außerdem findet in den Kirchen der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach keine Mund-, sondern eine Handkommunion statt. Die Hostie wird dabei in die Hand der Gläubigen gelegt. Die Kommunion erfolgt im Stillen, ohne dass dabei gesprochen wird.

Meine Worte,“ das ist der Leib Christi“ sage ich einmal zu Beginn der Kommunion für alle Gläubigen. Während dem Empfang der Kommunion, zu dem die Gemeindemitglieder in den Bereich des Altars treten, wird darauf geachtet, dass sich die Leute in der Kirche nicht entgegenkommen und einen Abstand von zwei Meter einhalten. Eine Ausnahme gibt es innerhalb des Seelsorgeeinheit in Bermersbach. Hier bringt der Pfarrer die Hostie an den Sitzplatz der Gläubigen.

Die Leute bedauern, dass sie nicht singen dürfen.
Thomas Holler, Pfarrer Forbach-Weisenbach

„Wir haben bisher nie Probleme gehabt, die Leute bedauern es mehr, dass sie nicht Singen dürfen“. Eine Anmeldung zu den Gottesdiensten innerhalb der Seelsor-geeinheit Forbach- Weisenbach ist nicht erforderlich und war nach Aussage von Pfarrer Holler bisher auch nicht notwendig.

Vikar Adalbert Mutuyisugi von der katholischen Seelsorgeeinheit in Gernsbach betonte, dass man nach den Vo-gaben der Erzdiözese Freiburg, die heilige Kommunion als Handgabe ausgebe. Während dem Gottesdienst werde auch der erforderliche Abstand von zwei Meter und die Maskenpflicht eingehalten.

„Die Gläubigen akzeptieren dies, ab und zu sei jedoch auch einmal ein Gespräch erforderlich“. Bisher läuft bei uns alles ohne Probleme, betonte Vikar Adalbert Mutuyisugi.

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